Der kleine Dschiahdist und der Teddybär

Noch ist Ferienzeit, das Wetter ist gut und überall sieht man gut gelaunte tobende Kinder, die ihre freie Zeit genießen.
Nein falsch – nicht überall, denn es ist nicht überall Ferienzeit- es ist auch Terrorzeit.
Falls mir in diesem Artikel einmal die Verbalien entgleiten, dann sehen Sie es mir nach, denn ich bin wütend, stinksauer und kann gar nicht so viel essen wie ….

Fangen wir noch einmal von vorn an:
Ich bin bekennender Gegner von Kriegsspielzeug, ebenso wie von Gewaltspielen, die heute aber scheinbar bei vielen Kindern den Besitz von Märchen- oder Jugendbüchern und Gesellschaftsspielen überflüssig gemacht haben. Das ist traurig.
Es liegt in unseren Händen, ob unsere Kinder sich zu empathischen Menschen entwickeln, die kommunikationsfähig sind und ein Gespür für falsch und richtig entwickeln.
Was aber, wenn Terror, Mord und Qual, Hass und Lüge zum Alltag eines Kindes werden?
Was, wenn Kinder, noch bevor sie ihr erstes Wort schreiben können, ihren Teddybären köpfen, weil niemand ihnen zeigt, wie Liebe aussieht, weil sie vielleicht nur dann belohnt und nicht gestraft werden, wenn sie laut hinausschreien
„Ich werde einer von denen sein, die dich abschlachten“

Mir fehlen die Worte, wenn ich Berichte lese wie diesen:

IS-Terror: Nachwuchs übt an Puppen und Teddybären

und während in Europa gestritten wird, wer wieviele Flüchtlinge aufnehmen sollte; während noch unklar ist, wer wie das Ganze finanzieren soll; während in Flüchtlingsheimen Unruhen ausbrechen, weil sich niemand Gedanken darüber macht, dass Religionsunterschiede und Intoleranz eben auch ein Auslöser für den unsäglichen Terror in den Herkunftsländern der Flüchtenden ist; schauen wir tatenlos zu, wie eine neue Generation Mujahedin „gezüchtet “ wird.
Wozu eine europäische Union beschwören, die keine ist, wenn es um solche tiefgreifenden Fragen geht? Wo ist die internationale Gemeinschaft, die gefragt wäre die Ursachen des Terrors zu bekämpfen, statt über dessen Auswirkung zu streiten?

Seit Wochen treiben mich diese Fragen um, für die ich keine Antworten finde, während ich jedoch inzwischen weiß, wieviele Abgeordnete einem dritten Hilfspaket für Griechenland zugestimmt hat. Bitte nicht falsch verstehen! Natürlich ist Griechenland ein wichtiges Thema. Aber auch bei diesem streitet man um die Rettung von griechischen Banken, die Unterstützung einer mehr als fragwürdigen Regierung, während an den Küsten eben diesen Landes sich inzwischen große Katastrophen abspielen, derer man nicht Herr wird.

Was ist los mit der Politik, was ist los mit uns Bürgern?
Inzwischen hat das Wort Phobie Einzug gehalten in meinem Sprachgebrauch, denn die Gefahr ist bereits durch die Tür getreten – nur wird sie, wie so oft, nicht wirklich wahrgenommen – vielleicht, weil sich in unserem Land noch niemand medienwirksam in die Luft gesprengt hat?

Phobie = Angst, Furcht, Abneigung

Ich gebe zu, ich habe eine Zukunftsphobie und ich schäme mich nicht dafür, nicht angesichts dieser Bilder

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„Gott ist groß! …..und die Welt schaut zu

Wenn Sie ihren nächsten Urlaub in der Türkei verbringen und vielleicht einen Sonnenaufgang im Osten beobachten, dann sollten Sie wissen, dass keine 1000  Kilometer entfernt Kinder im Krieg sind. Während Sie am „all inclusiv“ Buffet stehen, haben diese Kinder weder sauberes Wasser, noch etwas vernünftiges zu Essen, oft nicht einmal mehr Eltern.

Nein, wir wollen niemandem ein schlechtes Gewissen machen, weil er seinen wohlverdienten Urlaub genießt.
Aber ein Gedanke daran und diese Bilder vor Augen, können helfen, dass wir endlich etwas einfordern, was für uns alle zur Normalität geworden ist  –  Frieden.

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Syrien nimmt, gemessen an der Brisanz, in unseren Medien recht wenig Platz ein. Die Berichterstattung ist für uns alle inzwischen alltäglich, die harte Realität dort erreicht uns nicht wirklich –  die Zeilen sind oft emotionslos.

Anders das folgende Video des 24 jährigen Dokumentarfilmers Hubertus Koch. Es rührt an, nicht nur ihn selbst, und es macht klar: Es muss endlich etwas geschehen! Es ist nicht damit getan, dass wir Asyl bieten für traumatisierte Menschen. Wird die Pest des IS nicht dort bekämpft, wo sie tobt, wird sie nicht haltmachen vor Ländergrenzen – denn: was sind schon 1000 Kilometer?!
Es werden weiter Tausende sterben, Kinder ohne Eltern aufwachsen, mit der Waffe in der Hand –  Allah Akbar rufend.
Ist das Gottes Wunsch?

 

zum Video
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Boxvogels Mediathek (6) Terrorkrieg im Internet – Die mörderische Strategie des IS

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Wer es gestern verpasst hat, hier der Link zur Sendung „Exklusiv“  vom 13.07.2015 (ARD)

Terrorkrieg im Internet – Die mörderische Strategie des IS

 

Am Boden morden, plündern oder zerstören. Anschließend im virtuellen Raum die Weltöffentlichkeit mit schrecklichen Bildern schockieren und gleichzeitig die eigenen Anhänger weiter radikalisieren: Der sogenannte „Islamische Staat“, abgekürzt IS, ist die erste Terrororganisation, die kühl berechnend auf die Macht der Bilder und elektronischer Botschaften setzt. Dabei geht es schon längst nicht mehr um die Verbreitung von abstoßenden Videos. Laut der übereinstimmenden Ansicht von Sicherheitsexperten aus aller Welt haben islamistische Gruppen aus dem Umfeld des IS eine neue Front eröffnet: Sie wollen den Terror in den Westen tragen, um dort über das Internet Angst und Schrecken zu verbreiten.

Vom Thaiboxer zum Unterstützer des IS

„Ich habe kein Blut an meinen Händen“ so Valdet Gashi aus Singen und „Ja, ich bin Teil des Systems“, wobei er genau dies noch vor wenigen Wochen auf seiner Facebookseite bestritten hatte.
Jedoch – und so kennen wir sie, siegt bei Gashi ebenso der Hang zur Selbstdarstellung wie bei einem Falk, Vogel, Sabri oder Lau. Und deshalb gibt er dem „Südkurier“ im Juni 2015 ein Interview, fast ein Jahr nachdem er 2014 stolz das Ultraschallbild seines ungeborenen Kindes postet und dieses nun schon in seinen Armen hielt. 
Was bewegt einen jungen Vater, der die Verantwortung für seine Familie trägt, sich dem islamischen Staat anzuschließen?
Er wolle helfen und aufklären, so sagt er. Wobei genau er helfen wolle und wen er aufklären möchte, darüber lässt er den Leser weitestgehend im Unklaren.
Aber Bilder aus dem umkämpften Gebiet und selbstdarstellerische Fotos anderer „Angehöriger des IS-Staates“ und ehemaliger deutscher Koranverteiler , zeigen deutlich, wem die Hilfe dient, die man derart leistet, dass alles vertrieben, gefoltert oder getötet wird, was nicht in das Bild eines islamischen Staates und in die Grenzen des „Kalifates“ passt, seien es Andersgläubige oder weniger streng lebende Muslime.
Nein –  auch Valdet Gashi war uns kein Unbekannter und man kann davon ausgehen, was wir wissen, das wissen auch zuständige Stellen innerhalb unseres Landes. Und dennoch, und das trotz angeblicher Vorsorge, ist es wieder einer mehr, der „nur beim Köpfen zuschaut, während er in den vergangenen Jahren all unsere staatliche Fürsorge, bereits für seine ungeborenen Kinder, in Anspruch genommen hat und der sich dann hier und fernab von Geschützfeuer und in aller Ruhe und Sicherheit auf das vorbereiten konnte, was er nun Helfen und Aufklären nennt.
Und egal, wie sehr er es leugnet, so wissen wir doch längst, wer die wahren Wegbereiter für Menschen wie Valdet sind, obwohl es mir in diesem Zusammenhang schwer fällt, noch von Menschen zu sprechen, denn in meinen Augen sind sie nichts als pervertierte Ungeheuer.
(zum ganzen Interview)

Aber in einem hat auch Gashi recht: warum hat man die „Lies-Aktion“ nicht bereits verboten? Nur ist seine Rechtfertigung dafür eine andere als unsere. Nein, sie ist nicht harmlos und deshalb freudig geduldet weil im „Gegensatz zu Ihnen (Tobias Huch) arbeiten auch ehrliche und intelligente Personen für Ihre Regierung….“ sondern aus einer Reihe anderer Gründe zu denen auch einige gehören, die wir stets und wiederholt anmahnen.
Und es wird einem Valdet ebenso wenig nutzen wie einem Abou Nagie, einem Vogel, oder sonst einem Kasper der Rekrutierungstruppe, dass nicht nur Gottes, sondern auch Deutschlands Gesetzesmühlen bisweilen langsam oder zu langsam arbeiten, denn eins ist klar: die Stimmen, auch innerhalb der Politik werden lauter und nichts bleibt wirklich unbemerkt. Und auch persönliche Angriffe oder gar Drohungen werden Konsequenzen haben- denn wie man immer selbst so treffend proklamiert : Allah sieht alles!

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Und so bleibt nur ein Abschied, hoffentlich ohne Wiederkehr und wir hinterfragen auch nicht, wem Valdet seine guten Wünsche widmet – ganz sicher nicht uns und allen anderen, die IS samt ihrem mörderischen Terrorismus verabscheuen und bekämpfen werden,solange es eben nötig sein wird!
Aber den Dank für die gute Zeit und die Unterstützung im Laufe der Jahre, den kann unsere Regierung doch mal getrost annehen –  gern geschehen

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Das Phantom des IS-Terrors – Boxvogels Mediathek (6)

Abu Bakr al-Baghdadi gilt heute als gefährlichster Terrorist der Welt, aber die Welt weiß nicht viel über ihn. Der selbsternannte Kalif des Islamischen Staates meidet die Öffentlichkeit, bisher gab es nur wenige Fotos von ihm, wesentliche Details seiner Biographie waren ungeklärt.

Unbekannte Fotos und Dokumente

Einem Team von Süddeutscher Zeitung und ARD ist es nun gelungen, sechs bisher unbekannte Fotos und zahlreiche Dokumente aus seinem Leben zu finden. Darunter befinden sich Kopien seines Abitur-Zeugnis, seiner Studenten-Akte der Universität Bagdad sowie seiner Staatsbürgerschaftsurkunde.

Von Macht besessen

Weggefährten und Nachbarn zeichnen das Bild eines Mannes, der schon als Jugendlicher von Macht besessen war. Schnell stieg er in der Terrororganisation auf, denn der promovierte Doktor der Theologie (Note: sehr gut) findet noch für die schlimmsten Gräueltaten eine religiöse Rechtfertigung.

Boxvogels Mediathek

Wie der IS Jugendliche anwirbt

In ganz Europa versucht die IS, Jugendliche mit allen Kommunikationsmitteln für das Kalifat zu begeistern.Die Anwerber sprechen Deutsch, Arabisch und Englisch. Gefährdet, in den Fängen der IS zu landen, sind „allem junge Männer zwischen 13 und 35, aber immer wieder auch Mädchen“, weiß der österreichische islamische Religionspädagoge Moussa Diaw.

Auf der einen Seite sind es junge Menschen, „die sich einsam oder an den Rand gedrängt fühlen und auf der Suche nach einer besseren Gesellschaft sind oder einfach Anerkennung suchen“, erzählt Diaw. Aber es gibt auch Jugendliche, „die sich aus Naivität in den Bann der IS ziehen lassen, weil sie denken, dass das Ganze eine Art Abenteuerurlaub ist. Ihnen ist überhaupt nicht bewusst, dass dies­e Mission für sie tödlich sein kann. Sind sie erst im Ausland und erkennen, dass die Entscheidung falsch war, gibt es fast keinen Weg zurück“, so Diaw. Der Weg zur Radikalisierung folgt zwar gewissen Mustern, ist aber für Eltern, Verwandte und Freunde oft nicht rechtzeitig erkennbar: „Das kann schleichend gehen. Der junge Mensch tauscht sein Foto auf Facebook aus, verwendet gewisse Symboliken oder surft auf Seiten, die in Zusammenhang mit diesen Dingen stehen“, so Diaw.

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Quelle : Mediathek ARD Mittagsmagazin

Die klaren Worte Mansours bleiben nicht ohne Reaktion im Lager der Anhänger Abou Nagies und Vogels.

Bei der „wahren Religion“ ist von Stimmungsmache und Medienhetze die Rede –  von denen, die sich als “ die neuen Juden“ bezeichnen und ganz offen werden Drohungen ausgesprochen.

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