Weil es immer noch nicht ausgestanden ist – Hilfe für Raif Badawi!

Raif_Badawi_croppedBereits im Sommer 2013 berichteten wir über das Schicksal des saudischen Bloggers Raif Badawi , der zu 600 Peitschenhieben verurteilt wurde.
Ein islamisches Rechtsgutachten erklärte ihn im März 2013 zu einem „Ungläubigen“. Das Gericht warf ihm vor, er habe Muslime, Christen, Juden und Atheisten als gleichwertig bezeichnet, was gegen ein 2014 in Kraft getretenes Gesetz verstoße. Im Mai 2014 wurde das Urteil geändert; wegen „Beleidigung des Islam“ verurteilte ihn ein Gericht zu zehn Jahren Haft und 1000 Peitschenhieben sowie einer Geldstrafe von etwa 194.000 €.
Mit der Vollstreckung der lebensgefährlichen Körperstrafe, die auf 20 Wochen verteilt werden soll, wurde am 9. Januar 2015 begonnen. Nach seiner ersten Auspeitschung mit 50 Stockhieben war er so schwer verletzt, dass die Fortführung eine Woche später mit weiteren 50 Schlägen durch Anordnung des Gefängnismediziners vorerst verschoben werden musste.

Im März 2015 wurde bekannt, dass Badawi möglicherweise von der Todesstrafe wegen „Abfalls vom Glauben“ bedroht ist. Am 7. Juni diesen Jahres bestätigte das oberste Gericht des Landes als letzte Instanz das Urteil; es ist anzunehmen, dass Badawi bald die nächsten Schläge aushalten soll.

Raif Badawi steht stellvertretend für viele mutige Menschen, die sich kritisch über die Politik und die Religion in islamischen Ländern äußern.
a teilte im Internet seine Gedanken über Politik, Religion und Freiheit.
Unterstützt mit uns Raif Badawi und seine Frau im Kampf um seine Freilassung!
„Diese Streitschrift versammelt die zentralen, verbotenen Texte Badawis. Sie zeigen die Spannungen zwischen einer traditionellen Auslegung des Islam und dem Anspruch auf ein selbstbestimmtes Leben in der Gegenwart. Badawi fordert Liberalismus, Toleranz, Pluralität, Meinungsfreiheit und Menschenrechte – weil sonst die arabisch-islamische Welt verloren ist. Mit einem aktuellen Text, den Raif Badawi für dieses Buch über sein Leben im Gefängnis verfasst hat. Die Veröffentlichung dieses Buches ist ein Non-profit-Projekt zugunsten des Autors.“ (Amazon)

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Wenn wir Menschen wie ihm nicht helfen, wenn wir solchen unmenschlichen Urteilen nicht Einhalt gebieten, wird sich die Welt nicht zum Positiven verändern. Mit dem Kampf um die Freilassung Badawis aber geben wir vielen Menschen Mut, sich ebenfalls für Meinungsfreiheit und Gleichberechtigung aller Menschen einzusetzen, auch und gerade in Ländern, wo dies so immens wichtig ist.

Bitte teilt diesen Aufruf mit Euren Freunden, wenn Ihr uns unterstützen möchtet!

vielen Dank sagt das Team vom Boxvogel

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