Pinocchio und der Schauprozess

In wenigen Tagen, nämlich am 9.April beginnt der Prozess gegen Ibrahim Abou Nagie vor dem Kölner Amtsgericht.
Ibrahim Abou Nagie und sein Projekt „LIES“ sind im wahrsten Sinne des Wortes eng verbunden und nie gab es eine Wortspielerei, die besser gepasst hätte. Nennen wir das ganze also Abou Nagies Lügen-Projekt.
Nein, der Prozess wird dem smarten Salafistenprediger nicht gemacht wegen der kostenlosen Verteilung von Koranen und auch nicht, weil, wie er immer wieder betont, die Kuffar gegen die Muslime zu Feld ziehen – der Prozess wird ihm deshalb gemacht, weil das Verschenken von heiligen Büchern nicht automatisch dazu führt, dass man Sozialleistungen geschenkt bekommt, sozusagen als Dank der Bevölkerung für selbstloses Missionieren.

Und so geht es also am 9.April (endlich) vorrangig um erschlichene Sozialleistungen bei gleichzeitiger Unterschlagung von Einkünften. Nun bewegt uns nicht mehr die Frage, wie man auf dem Sozialamt derart lange im Beamtenschlaf  versinken konnte – obwohl auch das interessant wäre, sondern, ob es bei diesem einen Prozess bleibt und wie er ausgehen mag, denn es geht ja nicht nur um  54000 Euro der Agentur für Arbeit , sondern ebenfalls  um die Veruntreuung von 86000 Euro Spendengeldern.

„Über ein Spendenkonto seiner Anhänger soll Ibrahim Abou-Nagie nach dem Stand der Ermittlungen beispielsweise die Versicherungskosten und die monatliche Leasingrate von 366,35 Euro für einen Mercedes beglichen haben, der offiziell nicht auf ihn angemeldet gewesen sein soll, aber faktisch permanent von ihm genutzt wurde. Gleich 124-mal soll der 49-Jährige Tankrechnungen mit Spenden beglichen haben.

Mehr als 16 000 Euro, so die Anklage, hob er in bar an Geldautomaten ab. Lokal- und Friseurbesuche sowie Einkäufe im Supermarkt und Hotelübernachtungen seien ebenfalls auf Kosten seiner Anhänger gegangen. (det)“

Natürlich ist das alles erstunken und erlogen und ein Abou Nagie hat nicht nur den traurigen Dackelblick für sich gepachtet, sondern auch eine, sagen wir- auf niedrigem geistigen Niveau dahin dümpelnde Anhängerschaft, die, wenn sie nicht gerade in Syrien weilt, auf seiner Facebookseite spontane Solidaritätsbekundungen mit fürchterlich vielen Amins und Inshallahs postet. Ja, Allah wird ihm beistehen im Kampf gegen die bösen Kuffar und vielleicht ist er ja höchstpersönlich anwesend , neben den Vertretern weltweiter Medien, für die der Name Ibrahim Abou Nagie untrennbar verbunden ist mit… ja, womit eigentlich ?

Natürlich schlägt ein Nagie auch aus seiner Medienpräsenz vor diesem Prozess Kapital, denn er mag manches sein – dumm ist er nicht. Wohl das Einzige, was ihn von so manch anderem der Vogelbrut unterscheidet. Und so lässt er seine Nase noch etwas länger wachsen und hofft auf eine große Unterstützerschar vor Gericht.
Im Jammern und Klagen erprobt, wird gelogen, dass sich die Nase biegt :
„In dem Clip empört sich der gebürtige Palästinenser über einen „Justizskandal“. Man wolle ihn als „Betrüger darstellen“. Die Öffentlichkeit werde erfahren, „mit welchen abartigen zionistischen Medien und welchen Politikern wir es zu tun haben, die den Islam und den Koran bekämpfen – und versuchen, das Volk auf den Islam zu hetzen.““ (Quelle Express)

„Die Anwälte des Angeklagten, Mutlu Günal und Carsten Rubarth, halten „die Vorwürfe für falsch.“ Sollte es zu einem Prozess kommen, rechne man mit einem Freispruch, sagten die Verteidiger“
mehr dazu bei focus

Man soll den Morgen nicht vor dem Abend loben und auch allzuviel Optimismus kann zu einer bösen Enttäuschung führen, haben wir doch in den letzten Monaten mehr als eine zweifelhafte „Rechtssprechung“ erleben müssen –  aber man wird ja noch träumen dürfen…
Und so träumen wir davon, dass dies nicht der letzte Prozess ist, denn wie jeder langsam mitbekommen haben sollte, sind Sozialbetrug und Unterschlagung von Spendengeldern nicht einmal die Spitze des Eisbergs, bzw. der Nase des Nagie.pinocchio_bild Kopie

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2 Kommentare zu „Pinocchio und der Schauprozess

  1. bis auf die Tatsache, das er ja gebürtiger Ägypter ist (und kein Libanese oder „Palästinenser“ ,denn Gaza gehörte ja bis 1967 zu Ägypten, wie jeder weiss) ist dies wieder mal ein Beitrag, der nicht nur treffend, sondern auch amüsant geschrieben wurde. Wollen wir hoffen, das er irgendwann die gerechte Strafe für sein Verhalten bekommt. Auch wenn seine Anhänger selbst dann zu ihm stehen werden, wenn die Beweise erdrückend sind. Gerecht wäre ein Strafmass wie bei Uli Honess, nur das Abou-Dingens aufgrund der ungünstigen Sozialprognose keine Chance auf vorzeitige Haftentlassung hat. Von seiner Hände Arbeit hat er Frau und Kind eh noch nie am fressen gehalten, es würde sich für die nichts ändern. Daher hält sich mein Mitleid in Grenzen

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    1. Danke für den Hinweis – man darf also doch nicht allen Medien vertrauen 😉 Wir haben das abgeändert und eigentlich spielt es ja auch keine Rolle, woher er kommt- fakt ist, dass er nicht bleiben sollte 😀

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