„Kein Zwang im Glauben“

“Es gibt keinen Zwang im Glauben. „ so steht es im Koran (2:256) und so behaupten es viele Muslime im täglichen Gespräch mit Nichtmuslimen. Wer jedoch  weiter liest im Koran, der stolpert sogleich über das ABER:

„Der richtige Weg ist nun klar erkennbar geworden gegenüber dem unrichtigen.  Wer nun an die Götzen nicht glaubt, an Gott aber glaubt, der hat gewiß den sichersten Halt ergriffen, bei dem es kein Zerreißen gibt.  Und Gott ist Allhörend, Allwissend.”

Was für einen Nichtgläubigen heißt: Der richtige Weg ist der Glaube an Gott (Allah) und nur wer diesen wählt, geht richtig.

Jedoch folgen noch die Worte:

“Und hätte dein Herr es gewollt, so hätten alle, die insgesamt auf der Erde sind, geglaubt.  Willst du also die Menschen dazu zwingen, Gläubige zu werden?” (Quran 10:99)

Hier tut sich ein Zwiespalt auf, der offensichtlich schuld ist an den verschiedensten Auslegungen und Verhaltensweisen von Muslimen. Beziehen wir uns auf die, die einen „radikalen“ Islam leben (möchten) so macht der erste Abschnitt klar, woher sie die so oft wahrnehmbare Überlegenheit gegenüber Ungläubigen oder Andersgläubigen schöpfen, halten sie sich ja von Gott als auserkoren, haben den „sichersten Halt“ und gehen den „richtigen Weg“ . Hier in Deutschland beschränkt sich das „auf den richtigen Weg führen“ bisher auf die Dawah, die jedoch von den meisten Menschen als eben eine nervende Art von Missionierung, ähnlich der Zeugen Jehovas, empfunden wird. Diese Dawah, z. B. in Form der Aktion “ Lies“ wird jedoch nicht von „den Muslimen “ betrieben, sondern nur von einer Gruppe, die als Salafisten bezeichnet werden, und deren Ideologie eine extremistische ist.
Wenn also Gott (Allah) der Meinung war, es gäbe keinen Zwang zum Glauben, dann widersetzen sich alle, die Zwang ausüben, seinem Willen. Zwang kann man psychisch  ausüben, indem man Menschen mit Höllendrohungen oder blumigen Worten vom Jenseits (überreicht mit einem kostenlosen Koran und einer Rose) unter Druck setzt.
Zwang kann man jedoch auch noch anders ausüben, notfalls mit Gewalt –  psychischer und physischer – wie im Falle von Amina.

Amina ist 16 Jahre alt, aufgewachsen ist sie in England.Aminas Mutter flüchtete 1995 vor dem Bürgerkrieg in Somalia in die Niederlande. Am 30. Juni 1997 kam Amina in Almelo in der Provinz Overijssel auf die Welt. Kurze Zeit später trennten sich Aminas Eltern, die Mutter zog mit Amina und ihrer älteren Schwester nach Birmingham, England, heute arbeitet sie dort in einem Krankenhaus als Kinderkrankenschwester.
Amina spricht kaum Somalisch. Zu Hause sprach die Familie Englisch, das ist Aminas Muttersprache. Sie hat im Sommer 2013 das GCSE-Examen am Joseph Chamberlain College in Birmingham gemacht, einen ersten berufsqualifizierenden Schulabschluss.

Man könnte meinen, Amina und ihre Familie seien  ein Beispiel für gelungene Integration. Dass sie von der eigenen Familie entführt wird, um zu einer frommen Muslima zu werden, erscheint unwirklich und dennoch ist es eine erschreckende Realität:
Damit sie zu frommen Muslimen bekehrt werden,  werden jedes Jahr Hunderte Jugendliche nach Somalia entführt – von ihren eigenen Familien.

Hier ist die Geschichte von Amina

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