7 Tage im Leben der Salafisten

Wer nicht alle „News“ der letzten Woche verfolgt hat, den möchten wir kurz auf den neusten Stand bringen – wobei „neu“ vielleicht das falsche Wort ist, köchelt ja das, was wir heute in de Medien lesen mitunter bereits Monate in verschlossenen Schubfächern diverser Schreibtische, weswegen wir auch vom Titel „Breaking News“ absehen.

  • Sind die Strafen, die das Solinger Amtsgericht gegen einen 30-jährigen (neun Monate auf Bewährung) und einen 29-jährigen (acht Monate auf Bewährung) Salafisten verhängt hat, zu milde ausgefallen? Mit dieser Frage beschäftigt sich jetzt die 7. kleine Strafkammer des Landgerichts in Wuppertal. Der Staatsanwalt hatte gegen die Urteile Berufung eingelegt. Ein ebenfalls 29-Jähriger hat selbst Berufung eingelegt.
    BERUFUNG Staatsanwalt fordert höhere Strafen für zwei Männer, die am 1. Mai 2012 in Solingen dabei waren. 
  • Das deutsche Gesicht der Terrorgruppe ISIS kämpfte schon ein Mal an vorderster Salafisten-Front. Wie ein Foto von Ausschreitungen rund um eine Extremisten-Demo im Jahr 2012 zeigt, prallte Michael N. – Kampfname „Abu Dawud“ – damals bei gewaltsamen Protesten in Solingen auf die deutsche Exekutive. Und nun meldete sich der 37-Jährige in einem Propaganda-Clip der Terrorgruppe ISIS in der Öffentlichkeit zu Wort. Darin droht neben Deutschland auch Österreich. „An meine lieben Geschwister in Deutschland, Österreich und der Schweiz: Macht euch auf den Weg“, so der Deutsche aus dem Bundesland Nordrhein-Westfalen in dem Video. „Sitzt nicht mit den Schmutzigen“, fordert der Kämpfer in holprigem Deutsch die Muslime auf, für ihr „Heim“ – gemeint ist das sogenannte Kalifat der Jihadisten – zu kämpfen …Abu Dawud, bereits bekannt

  • Boxvogels Artikel dazu hier und hier
  • Der Verdacht, dass es in der Bremer Justizvollzugsanstalt ein salafistisches Netzwerk gibt, beschäftigt nun auch Deutschlands höchste Ermittlungsbehörde. Jetzt untersucht der Generalbundesanwalt. Er ermittelt gegen einen inhaftierten Salafisten, sagt eine Sprecherin des Bremer Innenressorts Radio Bremen. Der Mann soll zwei Mithäftlinge zur Reise nach Syrien animiert haben. Beide Männer sollen nach ihrer Freilassung ausgereist sein …
    Netzwerk in JVA ? 
  • (Luxemburg) In einem Propaganda-Video ruft ein Top-Islamist seine Anhänger in Luxemburg zum „Heiligen Krieg“ auf. Der Gotteskrieger soll bereits in Syrien kämpfen. Das berichtet tageblatt.lu am Montag. Nach mehr als 32-stündiger Belagerung hatten Polizisten einer Spezialeinheit im März 2012 eine Wohnung in Toulouse gestürmt, in der sich der 23-jährige Mohamed Merah verschanzt hatte. Er starb bei dem Feuergefecht. Merah hatte im Großraum Toulouse insgesamt sieben Menschen erschossen, darunter an einer jüdischen Schule drei Kinder und einen Lehrer. Wenig später taucht zunächst auf Youtube ein brisantes Video auf. „Auf eigene Faust und durch heldenhaften Mut machte der , den südfranzösischen Boden unter seinen Füßen zu dem Boden seines persönlichen Dschihads,“ – heißt es in dem Tonband-Botschaft des deutsch-marokkanischen Dschihadisten Mounir Chouka alias „Abu Adam“. Er preist den Attentäter von Toulouse als Helden und ruft Muslime in Europa darunter Luxemburg auf seinem Beispiel zu folgen ….
    Auch in Luxemburg verbreitet sich die Pest 
  • Die Bundespolizei hat am Frankfurter Flughafen drei minderjährige Mädchen aufgegriffen. Nach F.A.Z.-Informationen wollten die Schülerinnen aus Colorado über Frankfurt in den Irak reisen. Die Hintergründe sind unklar, die Mädchen schweigen zu ihren Motiven. Aus Sicherheitskreisen war jedoch der Verdacht zu hören, die Frauen seien im Auftrag islamistischer Gruppen unterwegs. Auf Anfrage teilte die Bundespolizei mit, die Behörde habe auf Bitten der Eltern und des amerikanischen Generalkonsulats die drei Minderjährigen „vorübergehend in richterlich bestätigten Schutzgewahrsam genommen und die freiwillige Rückreise nach Amerika am Folgetag organisiert“.
    Von Amerika, über Deutschland in den Djihad

Das sind nur Auszüge über den Wahnsinn des falschen Islam, der Salafisten, die sich- ohne Aufschrei der Moderaten – selbst Muslime nennen, deren Zahl. wie wir leider beobachten müssen, immer noch beängstigend unterschätzt wird, deren Netzwerke und Unterwanderungen in unserer Gesellschaft, nicht einmal zur Hälfte aufgedeckt sein dürften.
Aber hey- warum in Panik ausbrechen?
Schließlich ist IS ja nicht in unseren Land und unsere Salafisten haben ja nichts mit den „Problemen“ (hier sei das Morden gemeint) in Syrien zu tun und Augstein (Chefredakteur „Der Freitag)  – und der muss es ja wissen , ist deshalb eher der Meinung:

 „Wir haben in Europa ein Problem mit Antiislamismus.“

„Wer handelt übernimmt mehr Verantwortung, als wer unterlässt“, sagt er bei Maischberger und demnach ist es moralisch besser, zuzuschauen, statt mitzuschießen. (was den Einsatz des Millitärs in Syrien und dem Irak betrifft)

Wie man als Journalist solch einen Müll los lassen kann, ist mir persönlich ein Rätsel, aber der Journalismus ist wohl auch nicht mehr das, was er mal war und Menschen wie eine Antonia Rados sind wohl eine der beachtenswerten Ausnahmen, sowohl was ihre Kenntnis, als auch ihre Berichterstattung anbetrifft.

Wir sollen also lieber „unterlassen“? Nun, dann dürfte sich Herr Augstein ja freuen, denn unterlassen haben “ wir “ als Staat  in den letzten Jahren offensichtlich eine ganze Menge, denn sonst gäbe es Nachrichten wie die obigen nicht.
Müssen wir nun deshalb keine Verantwortung übernehmen? Doch, das müssen wir, denn – und in diesem Punkt muss man Augstein leider zustimmen – wer „freundschaftliche “ Beziehungen zu den Saudis pflegt, sie gar als „Stabilitätsfaktor“ der Region bezeichnet, wer die Waffenlobby schützt und ihre Exporte in Krisengebiete nicht stoppt oder zumindest harten Regeln unterwirft, wer es zulässt, dass sich im eigenen Land in kürzester Zeit Menschen sowohl ideologisch als auch logistisch kampfbereit machen für etwas, was unserer Vorstellung von demokratischer Gesellschaft absolut feindlich gegenübersteht –  der muss Verantwortung übernehmen, denn er ist schuldig des zu lange „Wegschauens“, des „Aussitzens“

Jakob-Augstein-bei-Maischberger-Fremdschaemen-fuer-Lucke

 

 

 

Advertisements

Kommentar verfassen

Bitte logge dich mit einer dieser Methoden ein, um deinen Kommentar zu veröffentlichen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s