Der real existierende Konvertit – Porträt einer mehrfachen Wandlung

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Auf den ersten Blick ist Axel Mylius ein Berliner wie viele Tausende andere: Nicht auf den Mund gefallen, nicht übertrieben höflich und groß geworden unweit der Frontlinie zwischen Ost und West. Der 52-Jährige wuchs im Ostteil der Stadt auf, richtete sich seine Nische im SED-Staat ein.

Mit der Opposition hatte er nichts zu tun, die DDR erschien ihm das bessere Deutschland zu sein. Dennoch machte Mylius sich auf die Suche, denn er war überzeugt, dass eine sozialistische Gesellschaft nicht nur auf der Basis von Bürokratie gebaut werden könne, sondern dass es auch einen spirituellen Überbau geben müsse.

Die Religion schien ihm der richtige Weg zu sein,Mylius konvertierte in der DDR zum Islam, wanderte nach der Wende durch die islamistische Szene – und stieg schließlich wieder aus. Danach brauchte er noch Jahre, um die radikale Ideologie wieder abzuschütteln. Mittlerweile kann er diese Zeit reflektieren. Er warnt: Die Fundamentalisten machten aus jungen Konvertiten „geistige Zombies“.Was junge Leute heute an radikalen Islamisten fasziniert, das kann Mylius gut nachvollziehen: Eine geschlossene Ideologie, eine Kampfgemeinschaft – und einfache Antworten auf die vielen komplizierten Fragen des Lebens.

(Quelle tagesschau.de)
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Axel Mylius blättert im Koran: "Mein Fehler war, Antworten zu erwarten, die es von einer Religion nicht gibt."

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