Hase und Igel auf „My Zeil“

Vor drei Tagen teilten wir den Aufruf einer Bürgerinitiative, die sich nun regelmäßig in Frankfurt a.M. auf der Zeil zur Mahnwache gegen Salafisten und ihre „Lies-Aktion“, sowie gegen den zunehmenden islamischen Extremismus, zusammenfindet.

Noch sind es wenige, zu wenige mutige Menschen, die sich verpflichtet fühlen, mit ihrer Stimme und Plakaten aufmerksam zu machen auf die stetig und schnell ansteigende Radikalisierungswelle junger Menschen durch die Salafisten.
Wie wichtig diese Aktionen sind, zeigen die Eindrücke eines Teilnehmers:

„Wir stellen fest, dass viele Muslime den Unterschied zwischen Muslim und Islamisten nicht kennen. Wir mussten oft und vor allem jüngere Muslime hierüber aufklären. Ich muss leider auch feststellen, dass die meisten von ihnen sich noch keine Gedanken über das Thema gemacht haben, oft auch nicht bereit sind, den Unterschied zu erkennen…“

Spontan schlossen sich Menschen der Gruppe an und es heißt :
„Wir werden unsere Aktionen weiterführen, denn wir fühlen uns in unserem Handeln immer mehr bestätigt, dass die Zivilgesellschaft ihren Beitrag leisten muss. Unsere freiheitlich demokratische Gesellschaftsordnung wird in Zukunft mit diesen Thema noch langfristig beschäftigt sein. Der Staat kann das Problem alleine nicht bewältigen.
Wir erreichen zwar jedes Mal viele tausende Menschen, brauchen aber mehr aktive Teilnehmer bei unseren Aktionen auf der Zeil.“

Hier der Bericht einer Teilnehmerin über den Ablauf des Tages:

„Die Mahnwache gegen den Lies-Koran-Stand, an dem junge Menschen radikalisiert werden, hat in Frankfurt vor dem „My Zeil“ wie geplant von 16-18 Uhr stattgefunden. Wegen starken Regens mussten wir leider allerdings ca. 40 Minuten warten, bis wir uns aufstellen konnten. Die Polizei war gut vertreten und beobachtete umsichtig, zeigte Präsenz. Ein weiteres Mal sind wir zu Dank verpflichtet, denn auch dieses Mal gab es Situationen, in denen eine Eskalation zu befürchten war.
Der Koran-Stand wurde heute nicht aufgebaut, einige der üblichen Verteiler waren nicht anwesend. Das ist ganz ungewöhnlich, denn man steht normalerweise jeden Samstag vor diesem Einkaufszentrum. Anteile der Unterstützerszene waren jedoch vor Ort. Diese zog sich kurzfristig zurück, sammelte sich und schickte anschließend aggressiv debattierende Frauen und Mädchen vor. Ziel war wohl, die Männer unserer kleinen Gruppe durch diese zu isolieren, ihnen aggressiver immer näher zu treten und bei Abwehr der Männer dies als Anlass zu nehmen, gegen diese Männer vorzugehen in der Gruppe. Die Lies-Verantwortlichen hatten nach dem letzten Samstag wohl entschieden, lieber nicht zu kommen, weil wir wieder da sein würden. Hierbei handelt es sich natürlich nur um eine Vermutung.
Nachdem wir letztes Mal u.a. mit einer expliziten Sklaverei-Befürworterin diskutiert hatten, sind wir dieses Mal u.a. jungen Menschen begegnet, die den IS und seine Handlungen ausdrücklich gut heißen. Mitten unter uns, in Schulen und Arbeitsstätten, haben wir also Personen, die offen auf der Straße, der Zeil zugeben, dass sie Köpfungen von Personen billigen. Für diese Personen sind wir alle nichts wert, weil wir nicht ihrem Glauben angehören. Andere beschimpften uns und drohten uns.
Ein Freund des getöteten Enes aus Bockenheim war wie letzten Samstag vor Ort. Der Junge ist vielleicht 15, bekennender Islamist und bekundete wiederholt, weitere Jungen werben zu wollen. Von anderen wurde die Verschwörungstheorie vorgebracht, was gegenwärtig in Syrien und im Irak passiere, sei im Grunde jüdisch verursacht. Häufiger auch wieder die Behauptung, alle Medien würden lügen. Einige Muslime verstanden wiederum den Unterschied zwischen Muslim und Islamist auch nach Erklären nicht.
Eine Schulkameradin von Enes meinte, dieser sei nicht zum „Sterben für Allah“ nach Syrien gegangen, sondern um konkret gegen Assad zu kämpfen. Ein Muslim aus Katar wollte über die Aktion aufgeklärt werden und hielt sie dann für gut. Er meinte allerdings, dass jeder Krieg von Übel sei, nicht nur der in Syrien und im Irak. Wer wollte ihm da widersprechen. Die Erklärung, dass gegenwärtig für diesen Krieg mitten in Frankfurt Freiwillige rekrutiert würden, stellte ihn zufrieden. Passanten konnten es nicht verstehen, dass die Bürgergesellschaft, die sofort da ist, wenn es um Bäume geht, nicht da ist, wenn es um das Zusammenleben in unserer Gesellschaft und um Kinder geht. Das allerdings ist eine gute Frage:
Sind Kinder weniger wichtig als Bäume?
Wieder konnte beobachtet werden, dass Passanten umgehend stehenblieben und schauten und angeregt miteinander debattierten, sobald unsere Plakate hochgehoben wurden. Wir wurden übrigens von einer Burka-Dame mit einer wie mir schien Profi-Kamera einzeln fotografiert. Sie wollte offensichtlich besonders gute Bilder von uns.
Die Frankfurter Kommunalpolitik glänzte durch Abwesenheit, obwohl sie informiert worden war.
Die Veranstaltung wurde um 18 Uhr beendet. Wir erhielten freundlicherweise Sicherheitsgeleit.“

Sigi FFM 20.9.14


 

Auch in Düsseldorf formierten sich zeitgleich Mitglieder des Zentralrats der Ex-Muslime und riefen zur Demonstration gegen Scharia und Salafismus auf.

http://exmuslime.com

 

Mina Ahadi

Mina Ahadi Vorsitzende des Zentralrats der Ex-Muslime

Wir möchten allen Teilnehmern danken für Ihren Mut und ihr Engagement und werden diese Initiativen weiter unterstützen und Euch informieren. Wer sich beteiligen will, kann über uns erfahren, an wen er sich wenden muss.

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Ein Kommentar zu „Hase und Igel auf „My Zeil“

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