Der Islamismus gehört längst zu Deutschland

Seit mehreren Jahren warnen viele Menschen vor Muslimen, welche den Islam politisieren und als Ideologie missbrauchen. Vor den Menschen, die wir im Sprachgebrauch Salafisten nennen.
Im Zuge dieser Entwicklung innerhalb der Gemeinschaft der hier lebenden Muslime meinte so mancher, die angebrachte Kritik vieler Menschen müsse man als Deutscher, relativieren oder sogar als nichtzutreffend brandmarken. Äußerungen von Politikern wie Wulff “ Der Islam gehört zu Deutschland“ , mögen zwar gut gemeint sein, jedoch wäre ein “ Die hier lebenden Muslime sind ein Teil Deutschlands“  weitaus treffender gewesen, denn wie inzwischen jeder gemerkt haben müsste, sind Muslime nicht gleich Muslime und „den Islam“ gibt es nicht. Das wird allein deutlich in den sich häufenden innerreligiösen Konflikten gerade in Brennpunktvierteln wie z.B. Dinslaken, Neukölln, Teilen von Frankfurt a.M. oder Hamburg.
Um es einmal deutlich zu sagen: Muslime, die unsere Demokratie schätzen und schützen, die ihre Religion als private Entscheidung und nicht als Politikum betrachten, die gedanklichen und gesellschaftlichen Austausch mit Nichtmuslimen schätzen und pflegen, gehören genauso zu Deutschland, wie alle anderen Religions- oder Bevölkerungsgruppen.

Nach den neuesten Aktionen der Salafisten, sollte nun endlich bei allen angekommen sein, dass das Erheben der Stimme gegen deren Art der “ Religionsausübung“ weder etwas mit Rassismus, noch mit „Islamophobie“ zu tun hat, sondern ein aufmerksames Beobachten der Szene ist, mit dem Mut zu kritisieren und eben zu warnen.
Muslime, die deshalb in dem Modus des ewigen Opfers verfallen, sollten sich fragen, ob sie selbst in der Lage sind, Unterschiede zu erkennen und zu differenzieren. Auch dazu gibt es nun endlich klare Äußerungen, wie die von Ednan Aslan:  Muslime müssen Opferrolle ablegen

Natürlich gibt es junge Muslime, die sich mit der Kritik auseinandersetzen, die das Gespräch suchen, den Dialog zu einem besseren Miteinander. Aber diese jungen Menschen haben es nicht leicht, denn in der muslimischen Gemeinschaft ist Kritik am Islam und am Verhalten der Muslime nicht gern gesehen. Man, also wir und die Politik sollten diese Bemühungen also nach Kräften unterstützen, denn die muslimische Gemeinschaft, ihr Denken und ihr Verhalten gegenüber dem Rest der Gesellschaft muss hauptsächlich von innen heraus einen kritischen Umgang mit existierenden Problemen pflegen.

Nun ist, auch Dank der vielen sachlichen Kritiker, ein Prozess des Erkennens und Überdenkens in der Gesellschaft in Gang gesetzt worden. Erkennbar auch an den neusten Entscheidungen der Politik zum Umgang mit radikalen Muslimen hier im Land. Dennoch ist es bereits 5 nach 12, denn

Der Islamismus gehört längst zu Deutschland

Diese Tatsache allein einem „Integrationsversagen“ zuzuschreiben, zeigt aber andererseits, dass man wieder nur eine Seite der Medaillie betrachtet und hier, nach meiner Meinung zu schnell und zu bereitwillig eine Täterrolle übernimmt, um die andere Seite zu entlasten. Warum ? Das ist eine gute Frage und spielt natürlich der Aussage so mancher Muslime in die Hände, die „Muslime von heute wären die Juden von damals“. Nach der Ansicht vieler Muslime, dass auch eine vergewaltigte Frau ja selbst schuld sei, wenn ihr dies geschieht, weil sie nicht züchtig verhüllt war, hieße dies folgerichtig, dass auch das Integrationsversagen auf beiden Seiten zu finden ist. Ketzerisch möchte man hinzufügen, dass es wohl im Falle der Muslime zu einem größeren Versagen gekommen ist, denn mit keiner anderen Religionsgruppe mit Migrationshintergrund gibt es ähnlich gravierende Probleme im Miteinander.
Säkulare Muslime haben Angst um ihre radikalen Kinder
Warum ist das so ? Ist dies allein auf eine Verfehlte Integration seitens des Staates zurückzuführen, oder auf den Islam? Sind es überholte Traditionen, die eine Integration behindern?
Wenn man sich vor Augen führt, dass eine beträchtliche Anzahl radikaler Muslime inzwischen aus deutschen Konvertiten besteht, dann greift also eine fehlende Integration nicht, ebensowenig wie eine überholte Tradition, da sie ja in Deutschland aufgewachsen sind. Bleibt also der Islam als Oberbegriff, der sich aber offensichtlich nicht unter „dem Islam „zusammenfassen lässt, wie das Streitgespräch zwischen H. Abdel-Samad und M. Khorchide beweist.

Zwei Dinge sind also wichtig: Ein längst überfälliger Diskurs innerhalb der muslimischen Gemeinschaft, wie ihn auch moderate Muslime fordern wie Seyran Ateş oder Ex-Muslime wie Ahmad Mansour und Mina Ahadi, und das politisch konsequente Handeln!
„Wir brauchen neue gesetzliche Grundlagen im Kampf gegen den Islamismus in Deutschland“ meinte kürzlich Düzen Tekkal, eine Jesidin und spricht genau das Problem an, welches zu lösen ist. Gesetze müssen an Zeit und Gegebenheiten angepasst werden. Das Verbot der IS-Symbole kann und darf nur ein Anfang sein, denn solche Verbote allein tun wenig gegen radikales Gedankengut. Menschen wie die radikalen Islamisten, die sich mit ihrer Religion selbst legitimieren, sind ein Teil „des Islam“, aber sie dürfen kein Teil unserer Gesellschaft sein, genauso wenig wie eine NSU oder eine NPD, genauso wenig wie der Antisemitismus.

Der Islamismus gehört längst zu Deutschland…

…und in ganz Deutschland testen Islamisten gerade die Grenzen der Toleranz. Seitdem vor zehn Tagen ein paar selbst ernannte Sittenwächter in Wuppertal in orangenen Warnwesten mit der Aufschrift „Scharia Polizei“ auf Streife gingen, empört sich das Land über die dreisten Islamisten-Apostel. Und selbst wenn der Wuppertaler Auftritt nur eine aus dem Ruder gelaufene PR-Nummer gewesen sein sollte, so spielen sich Szenen wie in Kreuzberg oder im Ruhrgebiet auch in vielen anderen deutschen Städten ab.

Selin zum Beispiel würde gern das Leben eines ganz normalen Hamburger Mädchens führen. Selin hat sich für das Interview zurechtgemacht, sie hat sich den Nagellack von ihren Fingern entfernt, hat ein helles T-Shirt angezogen, das sie sonst nie trägt. Sie hat ihr Armband abgenommen. Die 15-Jährige, die die zehnte Klasse einer Hamburger Schule besucht, hat Angst, dass sie jemand aus ihrem Jahrgang oder aus dem Stadtviertel erkennen wird. Auch wenn der Fotograf nur ihre Hände fotografiert. „Vielleicht ist das alles ein bisschen verrückt“, sagt sie. „Aber man muss das hier erleben, um es zu verstehen.“Angst hat Selin vor den Jungs, die sie nur „die Extremen“ nennt. Junge Männer, die sich Bärte wachsen lassen und lange weite Röcke tragen, so wie einst der Prophet Mohammed es getan haben soll. Manche von ihnen treffen sich vor der Schule oder abends an der Hauptstraße, in 20-Mann-Cliquen, erzählt sie. Viele seien älter und schon nicht mehr Schüler, andere sogar noch jünger als sie. Was sie dort genau machen, weiß Selin nicht. „Ich traue mich nicht, vorbeizugehen.“   …..
(Quelle „Die Welt)

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