Das schäbige Spiel mit dem Leid anderer

Seit vielen Monaten begleiten uns Nachrichten über Flüchtlinge, verschleppte, gequälte und getötete Menschen. Das Leid anderer, egal welcher Herkunft, lässt niemanden wirklich kalt.

Das Spendenaufkommen ist hoch und auch ehrenamtlich, oder im Auftrag von verschiedensten Organisationen helfen Menschen vor Ort in Krisengebieten. Und doch reicht es oft nur für das Nötigste, so berichten auch die Ärzte ohne Grenzen , und vielen Hilfsorganisationen ist ein Einsatz inmitten der Kriegsgebiete schon unmöglich gemacht worden. Viele Menschen setzen selbst ihr Leben aufs Spiel um wenigstens etwas Leid zu lindern.

Aber so wie es immer Menschen gibt, denen Hilfe ein humanistisches Grundbedürfnis ist, so gibt es auch immer wieder schwarze Schafe und nicht selten ist zu lesen von zweckentfremdeten Spendengeldern.
Ein besonders schwarzes Schaf macht seit einiger Zeit von sich reden und ja, natürlich ist wieder einmal die Rede von den Salafisten.
Jeder weiß inzwischen, dass sie sich in Syrien und anderen Krisengebieten Terrororganisationen angeschlossen haben und es ist ebenfalls bekannt, dass sie ISIS unterstützen, die täglich im Namen Allahs Menschen quält , vertreibt und tötet.
Hierzulande geben sich Vogel und Co gern als Wohltäter aus und gründen Spendenvereine. Dabei bedienen sie sich Methoden, die nicht nur grenzwertig sind, sondern obendrein noch rechtlich bedenklich. Wie wir bereits berichteten, werden da gern seriöse und bekannte Hilfsorganisationen auf salafistischen Seiten verlinkt, oder Namen vergeben, die Seriosität vermitteln sollen – damit auch die dümmste Muslima bereit ist, ihr Portomonai zu öffnen untermalt man das Ganze natürlich mit Bildern die oft weder aus den Krisengebieten kommen, für die angeblich gesammelt wird, noch in irgendeinem Zusammenhang mit dem derzeitigen Geschehen stehen – Hauptsache das Elend wird besonders drastisch dargestellt.
Die neuste Aktion, die im Auffliegen begriffen ist, nennt sich „Medizin ohne Grenzen“ – Sie sehen die Namensähnlichkeit zum oben erwähnten Projekt.
10313843_1455702828002057_1107939404611066220_nÄhnlich wie bei der „Lies-Aktion“ gibt es auch hier regionale Gruppen , die eng miteinander vernetzt sind.
„Wenn man bei Facebook das Umfeld von „Medizin ohne Grenzen“ und der handelnden Personen durchgeht, tauchen immer wieder Bezüge auch zur dschihadistischen Szene auf“, so Claudia Dantschke, Leiterin der Arbeitsstelle Islamismus und Ultranationalismus bei der Gesellschaft Demokratische Kultur in Berlin.“

Und natürlich wird Medizin dringend gebraucht und wer würde sich weigern, 10 oder mehr Euro zu spenden, wenn davon ein ganzes Dorf behandelt werden könnte. Könnte – wird es jedoch wahrscheinlich nicht, denn es liegt der dringende Verdacht vor, dass die gesammelten Gelder in der Hauptsache terroristischen Aktionen, sowie  ISIS zufließen.
Spende_an_Medizin_ohne_Grenzen_Siegen

„Nach Recherchen von hr-iNFO gibt es enge persönliche und ideologische Verbindungen von Akteuren des Vereins mit Vertretern radikal-salafistischer Kreise, von denen potentielle Spender nichts auf der Homepage erfahren. Der Projektmanager des Vereins ist mit dem Prediger Braihm Belkaid verwandt. Dieser gilt unter dem Kampfnamen Abu Abdullah als Scharnier zur militant-dschihadistischen Szene in Deutschland. Abu Abdullah gilt als einer der radikalsten Prediger des Missionierungsnetzwerks Die Wahre Religion (DWR), das hinter den umstrittenen Koran-Verteilungen stehen soll. Internet-Einträge legen nahe, dass die beiden Brüder in der salafistischen Szene mit dem Verein identifiziert werden.“ (Quelle)
Auch wenn man sich auf der Homepage des Vereins „von radikal-salafistischen Vereinen distanziert“, so sprechen die Hintermänner (siehe Impressum ) eine andere Sprache.
Mehr dazu auf Georgs Blog.

Vielmehr wissen wir auch seit langem, dass die so genannten Benefizveranstaltungen nicht nur dem Sammeln von Spenden dienen, deren Weg man kaum nachvollziehen kann, nein – wie jede andere öffentlich gemachte Aktion der Salafisten ist auch das Anwerben von Unterstützern vorrangiges Ziel.
In Form von Neukonvertierungen wird so dafür gesorgt, dass sich die Ummah vergrößert und wie wir wissen, sind nicht wenige dieser „Unterstützer“ letztlich selbst in Syrien gelandet – nicht jedoch um etwa zu helfen, sondern um die ISIS bei ihren Greueltaten zu unterstützen.

Und so stellt man in Sicherheitskreisen bereits fest:

„Die Hinweise auf Querverbindungen ins radikale Lager bieten jedenfalls einige Ansatzpunkte, die den Verdacht begründen, dass eine Diskrepanz zwischen der offiziell verkündeten humanitären Absicht des Vereins und der ideologischen Ausrichtung besteht. Möglicherweise sind diese Verbindungen nicht allen Akteuren voll bewusst. Neben derartigen Fragen muss sich der Verein noch mit anderen unbequemen Fragen auseinandersetzen. Die international tätige Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen ist wegen der Namensähnlichkeit hellhörig geworden. „Aus der Verbindung von ähnlichem Namen und ähnlicher Tätigkeit könnte sich eine Verwechslungsgefahr ergeben“, erklärt Andreas Marggraf, Leiter Finanzen und Verwaltung des deutschen Ablegers. „Ein Gespräch über das Problem der Verwechslungsgefahr steht noch aus.“

Zu hoffen bleibt, das dieses Gespräch über eine Verwechslungsgefahr nicht der einzige Punkt bleibt, der hier zu klären ist. Nicht nur im Sinne der hinters Licht geführten Spender, sondern vor allem, wegen denen die auf Medizin gehofft haben, aber nur ins Leere, bzw. ins Mündungsfeuer einer ISIS-Waffe schauen durften.
Es wäre nicht das erste Mal, dass ein schäbiges Spiel mit dem Leid anderer getrieben wird – siehe Beitrag vom 26.08.2013

 

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Ein Kommentar zu „Das schäbige Spiel mit dem Leid anderer

  1. Schrecklich, dass sogar eine Apothekerin von diesen Betrügern getäuscht wurde!

    Schade, dass es scheinbar derzeit in Deutschland keine Organisation gibt, die sich um Transparenz im Spendenbereich kümmert und „schwarze Schafe“ und deren Machenschaften entlarvt! Vor einigen Jahren gab es eine solche mit dem Namen „CharityWatch.de“ des Wirtschaftsjournalisten und Buchautors („Die Spendenmafia“) Stefan Loipfinger:

    http://www.charitywatch.de/

    http://www.charitywatch.de/?nv=1494

    Leider stellte CharityWatch seine Arbeit am 27. Februar 2012 ein, nachdem Loipfinger endgültig das Handtuch geworfen hatte.

    Jetzt wäre der Gesetzgeber endlich am Zug, um diesem Spendenmißbrauch einen Riegel vorzuschieben und für Transparenz zu sorgen! Bei uns in Österreich gibt es nunmehr schon seit dem Jahr 2001 ein Spendegütesiegel. Dieses wäre auch für Deutschland von Vorteil!

    http://www.osgs.at/

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