Der Judenhass der Facebook-Kämpfer

ein Beitrag bei „Deutschlandradio“ von

Eren Güvercin, freier Journalist und Autor. Im April 2012 erschien bei Herder sein Buch „Neo-Moslems – Porträt einer deutschen Generation“.

Es ist immer dasselbe: wer als Muslim andere Muslime kritisiert, wird schnell als „Verräter“ beschimpft und als „unsolidarisch“ hingestellt. Besonders ein Reizthema wie der Konflikt um Palästina löst reflexartig scharfe Vorwürfe aus, sobald eine abweichende Meinung geäußert wird.

Sich heftig, radikal und wortmächtig auf die Seite der Palästinenser zu schlagen, scheint für nicht wenige, die Tausende Kilometer vom Nahen Osten entfernt leben, eine Art politischer und religiöser Ersatz geworden zu sein.

Es macht schon nachdenklich, wie sehr sich gerade junge muslimische Europäer an krisenhaften Momenten emotional aufladen und rationalen Argumenten nicht mehr zugänglich sind, jede Distanz verlieren – wohlbemerkt ohne objektiv persönlich betroffen zu sein.

Nicht einmal ansatzweise lassen sie sich darauf ein, gleichzeitig das brutale Vorgehen Israels wie das nihilistische Treiben der Hamas abzulehnen oder solidarisch mit allen zivilen Opfer von Waffengewalt zu sein.

Wirklich erschrecken lässt, was in den sozialen Medien zu lesen, was teilweise auf Demonstrationen zu hören ist, was also in unmittelbarer Nachbarschaft gedacht und gesagt wird.

Da mischen sich Hitler-Bilder mit Kommentaren voll ekelhaftem Antisemitismus, Wut und Hass mit hehren Worten, die Terror fast schon heilig sprechen.

Vom Kleinbürger zum verblendeten Aktivisten

Ich frage mich, wie steht es um die Moral von Muslimen, die mitten in einem sicheren kleinbürgerlichen Leben immer mal wieder zu ideologisch-verblendeten Aktivisten mutieren, so als würden sie sich an einem brutalen Computerspiel abreagieren. Und ich frage mich, was sie da so vehement abreagieren – angesichts von Szenen auf You-Tube, die andere Menschen eher betroffen und nachdenklich machen.

Ein Grund dafür ist, dass der organisierte Islam das Problem ignoriert, dass auswärtige Konflikte – ob in Palästina, Syrien oder der Türkei – zu Spannungen auch unter Muslimen in Deutschland führen. Vor allem fühlen sich Funktionäre großer Verbände nicht verantwortlich dafür einzuschreiten, wo sich unter dem Deckmantel der Religion Aggression und Ideologie ausleben.

Außer trockenen Pressemitteilungen fällt ihnen nicht viel ein. Obschon sie sich als Gralshüter des Islam in Deutschland und Europa aufführen, haben sie das Problem mit ideologisierten Gruppen weder politisch noch theologisch durchdrungen. Wie alle Muslime beklagen sie zu Recht die israelische Besatzung in Palästina und den illegalen Ausbau der Siedlungen auf der Westbank, und sie empören sich, wann immer Zivilisten durch Militärs getötet, ihre Häuser zerstört werden.

Keine Auseinandersetzung mit der Hamas

Doch vor einer kritischen Auseinandersetzung mit der Ideologie der Hamas und ähnlichen Gruppen schrecken sie zurück, deren Strategie zu hinterfragen sind sie nicht bereit.

Was rechtfertigt beispielsweise selbstmörderische Aktionen, die auf das Elend der eigenen Leute noch eins drauf setzten, Aktionen, die in den langen 20 Jahren nichts im Nahen Osten verbessert haben? Wie kann man als Muslim sich dazu neutral verhalten?

Was soll aus jungen Muslimen werden, wenn die alten sich scheuen, das eigene Denken auf den Prüfstand zu stellen, wenn sie nicht ehrlich überzeugt sind, dass Religion Frieden stiften soll, wenn sie sich nicht mutig dagegen wehren, dass der Islam politisch missbraucht wird?

Viel zu lange schon verfährt jeder auf seine Weise nach der Methode: entweder Du denkst wie ich und bist Teil der eigenen Parteiung, oder Du gehörst nicht mehr dazu. So glaubt man, auf schwankendem Boden sicheren Stand zu bekommen. Was daran „islamisch“ sein soll, ist mir ein Rätsel.

Quelle Deutschlandradio
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Zeichen der Vernunft – Muslime gegen Antisemitismus

Wer kennt das nicht, wenn man denkt, es geht alles den Berg hinunter, man redet, man kämpft und irgendwann ist man versucht aufzugeben. In meiner Zeit bei Facebook ging es mir immer wieder so, denn wer sich, wie wir mit dem Thema Extremismus auseinandersetzt, schaut fast täglich in seelische und moralische Abgründe, wie man sie sich nie vorstellen konnte.
Aber dann gibt es irgendwo einen Aha-Effekt, ein positives Erlebnis, einen glücklichen Moment,  welche zum Weiterkämpfen ermuntern und so einen Moment hatte ich gerade heute.
Bei den unendlichen Streifzügen durch die Welt des M. Zuckerberg stieß ich heute auf eine Gruppe, die ich Euch nicht vorenthalten möchte und es wäre toll, wenn sich dort so viele Menschen wie möglich zusammenfinden könnten.
Die Pessimisten unter Euch werden sagen „Lippenbekenntnisse“ , werden kritisch sein wie so oft und vielleicht wird es auch wieder die geben, die alles klein reden, das Positive nicht sehen wollen. Das sollte alle vernunftbegabten Menschen nicht abhalten, sich ein eigenes Urteil zu bilden und vielleicht hilft schon der folgende Text dabei:

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Özgür Cebe

 

„Liebe Facebookgemeinde,

mein Name ist Özgür Cebe. Ich bin Kabarettist und Schauspieler und toure mit zwei abendfüllenden Programmen durch Deutschland. Mein aktuelles Programm heißt „Freigeist oder geistfrei. Das ist hier die Frage!“, mein erstes Programm heißt „Der bewegte Muselmann“.

Heute wende ich mich als freigeistig/bewegter Muselmann an euch. Der Grund ist die antisemitische Grundstimmung die ich in Deutschland und in einigen europäischen Ländern erlebe.
Als Grund für diesen Antisemitismus wird die aktuelle Lage in Israel bzw. Gaza genannt. Doch der Antisemitismus ist viel älter.
Diese Gruppe dient nicht dazu die Schuldfrage zwischen Palästinensern und Israelis zu ergründen, sondern vielmehr eine klare Position gegen den Antisemitismus zu beziehen.

Ich bin kein Freund Netanjahus und seiner Politik und doch verurteile ich nicht ein ganzes Volk wegen seiner Entscheidungen. Ich bin ein entschiedener Gegner der Hamas, die es sich als oberstes Ziel die Auslöschung eines Staates und seiner Bürger möchte und doch verurteile ich nicht alle Muslime.

Mit dieser Gruppe möchte ich zeigen, dass es Muslime gibt die eine reflektierte Meinung haben.
Ich will zeigen, dass man als Moslem nicht zwangsläufig ein Antisemit sein muss. Ich will zeigen, dass Menschen mit jüdischem- und muslimischem Glauben Freunde sein können.
Wenn der Qur-an die Ehe zwischen einem muslimischen Mann und einer jüdischen Frau erlaubt kann der Islam nicht antijüdisch sein.

Ich finde es beschämend wenn ich im Internet „Muslime“ sehe die Parolen wie „Jude, Jude, feiges Schwein, komm heraus und kämpf allein!“ grölen. Worin unterscheiden sich diese Leute von Neonazis?
Damit unterscheidet man sich nicht von der NPD. Und wenn man hier jüdische Bürger verletzt oder tötet, unterscheidet man sich nicht von der NSU. Diese Leute sollten sich überlegen in welcher Welt sie leben wollen.
Der Prophet war kein Österreicher, sondern Araber. So zieht man alle Muslime durch den Dreck und lasst sie aussehen wie Nazis. Und das will ich nicht.

Vielleicht sollten Islamisten (damit meine ich nicht die Muslime) sich daran erinnern wie es sich anfühlte als ein rechter Mob in Rostock „Deutschland den Deutschen, Ausländer raus!“ grölte oder wie eine türkische Familie in Solingen von Nazis ausgelöscht wurde.

Ein vernünftig denkender Moslem und auch Nichtmoslem weiß, dass dieses Verhalten falsch ist.
Wir brauchen keine Pogrome! Weder hier in Deutschland, noch woanders.
Ich wette, dass diejenigen die antisemitische Parolen von sich geben, nicht einen einzigen Juden kennen.
Vorurteile entstehen meist gegen Menschen, die man nicht kennt. Die Fremdenfeindlichkeit ist auch in Teilen Deutschlands am höchsten wo die wenigsten Migranten leben.

Der jüdische Mitbürger ist nicht zwangsläufig Israeli. Hier wird eine Glaubensgemeinschaft stellvertretend für die Entscheidungen eines Staates verantwortlich gemacht. Aber es gibt nicht „den Juden“.
Ich bekenne mich mit dieser Gruppe nicht gegen den Krieg. Ich bekenne mich mit dieser Gruppe für den Frieden.
Ich lade alle Juden, Christen, Muslime, andere Religionsgemeinschaften, Agnostiker und Atheisten herzlich ein, ein Zeichen für den Frieden und die Koexistenz zu setzen.

Vor allem lade ich meine muslimischen Glaubensgeschwister ein, ein Zeichen GEGEN den Antisemitismus zu setzen. Zeigen wir den Menschen, dass wir tolerant sind.
Im Qur-an steht schließlich sinngemäß in Sure 2 Vers 256: „In der Religion gibt es keinen Zwang.“ “


Natürlich können Worte allein nicht die Welt verändern, aber Gruppen, wie diese, können Menschen zusammen bringen, ein Gemeinschaftsgefühl schaffen und stärken, mit Vorurteilen aufräumen und somit auch Mut machen – ja, wir können etwas erreichen, wenn wir nur genug sind, egal woher wir kommen und woran wir glauben.
Zuallererst sind wir Menschen die den Frieden lieben!

Hier Özgür Cebe : „Baustelle Deutschland“

 

Mediales – Aufgepickt

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Hassprediger betet für Vernichtung aller Juden – mitten in Berlin (Focus)

Der Zentralrat der Juden in Deutschland hat gegen den islamischen Hassprediger Abu Bilal Ismail Strafanzeige wegen Volksverhetzung erstattet. Dies teilte der Zentralrat am Dienstag in Berlin mit. Der Imam aus Dänemark soll vergangene Woche in der Al-Nur-Moschee in Berlin-Neukölln zum Mord an Juden aufgerufen haben. Nach einer inoffiziellen Übersetzung sagte er unter anderem: «Oh Allah, zerstöre die zionistischen Juden. Sie sind keine Herausforderung für Dich. Zähle sie und bringe sie um, bis zum Letzten.» Wegen der Rede liegen bereits mehrere andere Strafanzeigen gegen ihn vor.
(Quelle)

Forderung zur Schließung der Al-Nur Moschee

Manipulation auf leisen Sohlen – Gülen Bewegung

Gastbeitrag von Sigrid Herrmann-Marschall

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Warum die Gülen-Bewegung für unsere Demokratie gefährlicher ist als die Salafisten

Wesentlicher Bestandteil unserer offenen Gesellschaft und Demokratie sind freie Medien, freie Presse. Die Pressefreiheit hat nicht nur Verfassungsrang, sondern kann auch, wenn schon nicht Garant, so doch als Weg zur Wahrheitsfindung gar nicht überschätzt werden. Gruppierungen, die offen oder verdeckt diese Pressefreiheit nicht nur in Frage stellen, sondern auch bedrohen, kann man mit aller Berechtigung Feinde einer freien und offenen Gesellschaft nennen. Islamisten aller Couleur sind Gegner einer freien Presse. Kritische Berichterstattung ist ihnen ein Dorn im Auge, die Gegenmaßnahmen reichen von Anwaltsschreiben bei legalistischen Gruppen bis hin zu offenen Gewaltaufrufen gegen Journalisten durch jihadistische Sympathisanten. Bei offenen Gewaltandrohungen ist der gesellschaftliche Konsens sicher. Das Vorgehen legalistischer Gruppierungen wird hingegen meist erst gar nicht breiter bekannt. Sogar andere Journalisten scheinen sich oftmals zu scheuen, die Schikanen, denen auch seriös und wahrheitsgemäß berichtende Medienschaffende ausgesetzt sind, zu thematisieren. An einer Aufklärung der Inhalte selber sind sie erst recht nicht mehr interessiert: Die Kollegin, der Kollege dienen nur noch als abschreckende Beispiele, wie es einem ergehen kann, wenn man um die Berichterstattung über bestimmte Gruppen keinen großen Bogen macht oder sich gleich ganz gut mit ihnen stellt. Wenn bestimmte wahrheitsgemäße Inhalte nicht mehr berichtet werden, wenn auch nicht mehr berichtet werden kann, warum sie nicht mehr öffentlich werden können, dann kommt der Tod der Pressefreiheit auf ganz, ganz leisen Sohlen.

Eine dieser legalistisch operierenden Gruppierungen ist die Gülen-Bewegung

Die Gülen-Bewegung stammt aus der Türkei und geht auf den Prediger Fethullah Gülen zurück. Gülen lässt wechselnde Statements verbreiten, die auch nach Nützlichkeit und Zielgruppe wechseln. Mal angeblich demokratiefreundlich und egalitär, mal – zur Bewegung hin – streng sich auf den Koran berufend. Nach außen hin tritt die Bewegung bildungsorientiert und im Eigenmarketing apolitisch auf. Dass dies jedoch ein bewusst hervorgerufener Fehleindruck ist, dass sehr gezielt die politische und mediale Einflussnahme gesucht wird, zeigt sich nicht nur beim Blick in die Türkei. Der Gründer paktiert seit Jahrzehnten mit wechselnden türkischen Machthabern und regt seine Anhänger an, sie sollten unauffällig den Marsch durch die Institutionen antreten. In der Türkei haben sie das bereits und sind zu einem Machtfaktor geworden. Nach dem Zerwürfnis mit Erdogan in 2013, mit dem man lange gemeinsame Sache machte, ist Deutschland mit der hohen Zahl potentieller und auch realer Anhänger ein, wenn nicht der wichtigste Brückenkopf Gülens geworden.
Das liegt nicht nur an den strategisch verteilten Nachhilfeinstituten und Schulen, die oft unter Verdeckung des Gülen-Bezugs arbeiten, und der Einbindung fehlgeleiteter, weil fehlinformierter Politiker. Das liegt auch an der eigenen Medienmacht, die man nicht nur über den hauseigenen Medienkonzern ausübt, sondern auch die Infiltration der Medienlandschaft mit ausschließlich genehmen Positionen versucht. Breit werden strategisch ausgewählte Medienschaffende eingeladen, nach Art des „love bombing“ der Mun-Sekte mit Freundlichkeit geradezu ertränkt, um Zweifel an den Zielen erst gar nicht aufkommen zu lassen. Wer so freundlich auftritt, kann doch nur ein guter Mensch sein und guter Demokrat. Auf diese Weise wurden schon Journalisten vom Spiegel, Vorsitzende von Landesmedienanstalten geladen, stellvertretende Intendanten und andere hochrangige Medienschaffende.

Zuckerbrot und Peitsche

Das ist das Zuckerbrot. Die Peitsche kommt, wenn kritisch berichtet wird. Dann kommen erst böse und ehrverletzende Kommentare im hauseigenen Deutsch-Türkischen Journal (dtj), dann Anwaltsschreiben und zuletzt Klagen. Die Kritiker, vor allem aber ihre Verbreitungsmedien, sollen eingeschüchtert, mürbe gemacht und klein gekriegt werden. Diese Vorgehensweise ist klassisch zur Zeit in Leipzig zu beobachten. Der MDR wird verklagt, obwohl er nach eigener, gerichtsfester Prüfung wahrheitsgemäß berichtete. Der Justiziar des MDR nahm trotzdem – angeblich eigenverantwortlich, was nach Rundfunkrecht so wie dargelegt gar nicht statthaft ist – den Beitrag aus dem Angebot. Wegen eines weiteren Beitrages, der wohl auf Protest der beteiligten Redaktion hin zustande kam, läuft die gerichtliche Auseinandersetzung noch. Die örtlichen Printmedien scheinen an den Hintergründen jedoch nicht breiter interessiert. Zumindest findet sich niemand, der da mal recherchieren will, weshalb der Leipziger SPD-Vorsitzende einen Stellvertreterkrieg ausficht, der für den Stadtverband nicht nur teuer, sondern auch rufschädigend ist. Parteieigene Verfahren haben versagt.
Man kann nur inständig hoffen, dass andere öffentlich rechtliche Medien sich ihrer Verantwortung bewusster sind als dieser in vorauseilendem Gehorsam tätige Justiziar des MDR. Wer, wenn nicht die öffentlich rechtlichen Medien, sollte das – überschaubare – Prozessrisiko für wahrheitsgemäße Berichterstattung tragen? Die Gülen-Bewegung hat bislang fast alle Verfahren vollumfänglich verloren. Was riskiert man also? Doch nur ein wenig Ärger und Arbeitszeit der juristischen Abteilung. Die aber sollte nicht nur dazu da sein, Prozesse abzuwenden, sondern auch dazu, sie auszufechten, wenn es die eigene Rolle dringend erfordert – und unser Gemeinwesen. Dafür zahlen wir auch unsere Gebühren, dass die Pressefreiheit hoch gehalten wird und nicht Spielball von Interessengruppen oder hauseigenen Bequemlichkeiten wird.

Leipzig ist überall

Auch wenn der Leipziger Fall stärker öffentlich bekannt sein könnte als andere und vielleicht auch ist, so ist dies kein Einzelfall. Gegen den Film „Der lange Arm des Imam“ wurde ebenfalls geklagt. Die Gülen-Bewegung verlor. Es gibt weitere Fälle, in denen beim Arbeitgeber angeschwärzt wurde, wie sogar im Gülenblatt dtj zugegeben. Medien, die sich sogar mit Weltkonzernen anlegen, werden schmallippig, wenn es um die Gülen-Bewegung geht. Bei keiner anderen Gruppierung, deren Beobachtung sogar vom Verfassungsschutz geprüft wird, ist eine solche Schweigespirale auch nur vorstellbar. Eine solche Haltung kennt man eigentlich nur aus anderen Ländern, wenn es z.B. um Scientology geht – oder die Mafia.

Too big to fail?

Ist die Gülen-Bewegung also schon zu mächtig? Nein, das ist sie nicht. Es ist der Popanz, den sie aufbaut und der ängstliche Gemüter und auch Profiteure beeindruckt. Krämerseelen, die den Popanz an sich lieben, und real Profitierende wie Dozenten, Wirtschaftsanwälte und andere, die vom größer als real aufgeblasenen Kuchen ein Stück abhaben wollen. Gier und Angst sind jedoch auch hier schlechte Ratgeber. Wenn man genau hinschaut, ist es vor allem jämmerliche Feigheit, die diese durchaus beachtlichen Effekte hervorruft. Denn wenn man genau hinschaut ist bislang kein Fall bekannt geworden, dass die Gülen-Bewegung jemanden hierzulande physisch ernstlich bedroht hätte. Wir haben den Rechtsstaat hinter uns. Sozialer Tod für Anhänger, die aussteigen wollen, ja. Wirtschaftlicher Ruin für Kritiker, ja, auch das wird angestrebt. Aber es ist kein Killer-Kommando zu befürchten, und wenn man sich den Anbiederungen der Bewegung versagt, passiert auch nichts jenseits des Umstandes, dass man am nächsten Morgen in den Spiegel schauen kann. Oder sein Geld auf bessere Weise verdienen muss.

Was die Gülen-Bewegung allerdings gefährlich macht, gefährlicher als die Salafisten, ist, dass sie diese Saat der Feigheit in die Mitte der Gesellschaft trägt. Wenn Presse- und Meinungsfreiheit Schaden nehmen durch einen solchen Popanz. Dass sie bewirkt, dass Menschen einknicken, dass nicht mehr kritisch berichtet wird, dass Menschen aus Angst um ihre berufliche Zukunft verstummen. Dass nicht mehr gesagt werden kann, was ist.

Dazu auch folgende Beiträge:

Gehirnwäsche im Auftrag des Imam

Verfassungsschutz bewertet Gülen-Bewegung neu

Fethullah Gülen: Wolf im Schafspelz?

 

Ich schäme mich, Deutscher zu sein!

Neben unserem Hauptthema, dem Salafismus, ist es unabdingbar, dass wir uns auch anderen  aktuellen Themen zuwenden, vor allem, wenn es auch hier um eine besondere Form des Extremismus geht.
ANTISEMITISMUS auch Judenhass genannt, ist etwas, das immer wieder und auch berechtigterweise mit der Vergangenheit Deutschlands in Verbindung gebracht wird.
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„Moderne“ Antisemiten betrachteten Juden pseudowissenschaftlich als geschlossene Abstammungseinheit mit erblichen negativen Eigenschaften, die diese daher durch keine Assimilation, weder christliche Taufe noch „bürgerliche Verbesserung“, ablegen könnten. In Form einer Verschwörungstheorie behaupteten sie einen übergroßen Einfluss der jüdischen Minderheit auf die Gesellschaft und machten sie für eine Vielzahl tatsächlich oder vermeintlich negativer Entwicklungen in Staat, Wirtschaft und Kultur verantwortlich. “

Vielleicht geht es Ihnen wie mir und auch Sie können nicht nachvollziehen, wie genau sich dieser Hass begründet und warum er bis in die heutige Zeit fortbesteht – machen Juden doch gerade 0,2 % der Weltbevölkerung aus (Muslime ca. 20%)  und statt einer Bedrohung sollte man sie allein anhand ihrer zahlreich erworbenen Nobelpreise auf verschiedensten Gebieten als eine Bereicherung für alle empfinden.
Ist es also „nur“ der Konflikt um einen Gebietsanspruch, der Jahrzehnte anhaltenden Konflikte, verursacht durch eine wenig friedliche  muslimische Welt die das kleine Land Israel umgibt, oder steckt vielmehr eine irrationale Angst, ein generationsübergreifender eingeimpfter Hass dahinter, der nicht mehr hinterfragt?

Gerade im derzeitigen Konflikt sind Vorurteile und Vorverurteilungen spürbar. Sieger oder Sympathieträger ist ganz offenbar der, der die meisten Toten präsentiert, die grausigsten Bilder, gern auch „gephotoshopt“ oder von ganz anderen Schauplätzen „entliehen“. Nicht nur bei Todenhöfer, auch bei antisemitischen Veranstaltungen mit dem Motto “ Free Palästina“ werden Kinder zu Propagandazwecken missbraucht, rühren sie ja die Herzen weit mehr als sachliche Berichterstattung.

Die öffentliche Wahrnehmung dessen, was sich inzwischen vor unser aller Augen abspielt, ist verschwommen, linkslastig verschönt und fern von jeder Objektivität.
Jedoch werden inzwischen Grenzen überschritten und das in einem Maß, dass man sich an Diavorträge über das dritte Reich  erinnert fühlt:

„Jude, Jude, feiges Schwein“

Seit der Nazizeit sind nicht mehr so offen antisemitische Parolen gegrölt worden wie bei den jüngsten arabischen Demos wegen des Gaza-Konflikts. Nicht nur Tausende Berliner und Touristen hörten am Donnerstag das unsägliche Gebrülle auf dem Kurfürstendamm, auch Hunderte Polizisten. Und keiner unternahm etwas. Und die Berliner Polizei? Unternahm nichts.
Bei einer NPD-Demo wäre „Jude, Jude, feiges Schwein“ einmal gebrüllt worden, die Polizei wäre sofort eingeschritten. Vor aufgehetzten Arabern kuscht die Polizei, das ist unerträglich. Der AJC sorgt sich um die Sicherheit von Juden – zu Recht. (Quelle)

Der Zentralrat der Exmuslime schreibt :

„Muslime demonstrieren nie für Frauenrechte, nie für Demokratie, nie gegen islamischen Terrorismus. Aber kaum geht es gegen Juden stehen Tausende da und halten Schilder hoch. Hitler wäre stolz.“

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Bei solchen Nachrichten schäme ich mich zutiefst für unser Land, für unsere Politik, für meine Mitmenschen, die schweigend zusehen, aber zu Tausenden auf Fanmeilen pilgern, wenn Deutschland Weltmeister geworden ist.
Ein Weltmeister, der im Spiel den Gegner schlägt, aber den Gegner im eigenen Land gewähren lässt. Ein Weltmeister, dessen politischer Führung es offensichtlich wichtiger ist, einem Endspiel beizuwohnen, als einzuschreiten, wenn hier schon eine Art “ Endsieg“ gefeiert wird, nämlich die Übernahme des Landes durch Extremismus. Ja, Extremist ist nicht nur der, welcher mit einer Waffe das Leben anderer bedroht – es beginnt mit Worten, es beginnt so, wie es schon einmal begonnen hat.

Ich schäme mich in einem Land zu leben, in dem vor Gericht Gebetsräume für Muslime eingeklagt werden können, muslimische Hassprediger auf öffentlichen Plätzen skandieren dürfen, indem immer noch von Multikulti gefaselt wird, obwohl die Gewalttaten sogar innerhalb der muslimischen Gemeinschaft ständig steigen, einem Land, indem man sich von „Flüchtlingen“ erpressen lässt, die mit Messern auf andere losgehen, während sie von unserem Staat versorgt werden……  während jüdische Mitbürger sich fragen müssen, ob sie in unserem Land noch sicher sind.
Ich schäme mich zutiefst heute Deutscher zu sein!

Todenhöfer ungebremst oder … denn er weiß nicht, was er tut

Seit Tagen spitzt sich, neben all den Konflikten im Nahen Osten, die Situation zwischen Palästina und Israel weiter zu. Scheinbar unmöglich ist es, Friedensbemühungen von außen in Gang zu bringen, so verhärtet sind die Fronten. Oftmals hat man das Gefühl, dass bei all den Konflikten im Nahen Osten, die Ohnmacht weiter wächst, die Berichterstattung spärlicher wird, das Leiden alltäglicher, je länger es dauert.
Aber dann gibt es diese unerträglichen Selbstdarsteller, die das Leid der Menschen ganz unverhohlen geschäftstüchtig zu nutzen wissen –  Menschen wie J. Todenhöfer, denen nichts zu peinlich  obwohl offensichtlich ist, um ihre Meinung unter das Volk zu bringen. (wir berichteten)

Im Fall von J. Todenhöfer stellt sich dies bereits als besonders bedenklich dar, spricht er ja inzwischen ein Publikum an, welches von Judenhass beseelt ist, Hitlers „Versagen“ betreffs des Vorgehens gegen Juden zutiefst bedauert und die gern selbst zu geeigneten Mitteln greifen würde, um sich des „Judenproblems“ zu entledigen.
Und da es leider von Seiten der Politik wenig Stimmen gibt, solchen geistigen Brandstiftern ein für allemal Einhalt zu gebieten und sie stattdessen in den öffentlichen Medien noch Plattformen zur Selbstdarstellung geboten bekommen, möchten wir gern diesen offenen Brief in Umlauf bringen. Geschrieben von Charlotte Knobloch.

Offener Brief an Jürgen Todenhöfer:

„Sehr geehrter Herr Todenhöfer,

Ihre jüngsten Auslassungen auf Facebook verfassten Sie unter der Überschrift „Fassungslos in Gaza“. Ihr heutiger Auftritt im ARD-Morgenmagazin macht mich fassungslos in Deutschland. Mir ist unbegreiflich, wie verantwortungsvolle und seriöse Medien Ihnen ein Forum bieten können, um Ihre Anschauungen zu verbreiten, die offensichtlich jeden Bezug zur Realität verloren haben.

Sie sind in einer Weise voreingenommen und beseelt von islamistischem Gedankengut, dass ich mir ernsthaft Sorgen um Ihren Gemütszustand mache. Es ist erschreckend, wie ein einst vernünftiger und kluger Intellektueller unseres Landes, der von christlich-jüdischen Werten geprägt war, derart den Boden unter den Füßen verlieren kann.

Noch erschreckender ist es jedoch, dass Sie Ihre verschobene Wahrnehmung und Ihre bizarre Sicht der Dinge ungebremst der Öffentlichkeit als absolute Wahrheit verkaufen dürfen. Hier müssten eigentlich sorgfältige Journalistenkollegen Sie vor sich selbst – aber auch Ihre Zuhörer und Leser – vor Ihren Vorstellungen beschützen.

Nach Ihrem Auftritt im ARD-moma erinnerte ich mich an Ihre Fotomontage auf Facebook, in der Sie unseren Bundespräsidenten als „Gotteskrieger“ darstellten. Zu Recht hieß es, Sie hätten jegliche Bodenhaftung verloren, seien arrogant und herablassend, völlig abgedreht und orientierungslos und heischten verzweifelt nach Aufmerksamkeit. Goldrichtig analysierte Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen, Ihnen seien die Argumente ausgegangen. Als „politischen Geisterfahrer“ identifizierte Sie Agrarminister Christian Schmidt und Außenpolitikexperte Karl-Georg Wellmann riet Ihnen, sich in fachärztliche Behandlung zu begeben.

Sie zogen es vor, sich nach Gaza zu begeben. Freilich nicht wie Ihre Kolleginnen und Kollegen auf offiziellem Wege, sondern wie gewohnt heroisch durch einen Tunnel. So konnten Sie, wie Sie im Interview anmerkten, die Zerstörung einer Sauna in Aschkelon zwar nicht verhindern, aber immerhin konnten Sie exklusive, von dem Hass auf Israel inspirierte Erkenntnisse gewinnen, mit denen Sie jetzt das deutsche Publikum versorgen.

Begeistert werden Ihre Aussagen und Beiträge bereits im Internet unter anderen auch von Rechtsextremen, Linksradikalen und natürlich Islamisten geliked und geteilt. Glückwunsch Herr Todenhöfer, Ihr Ego erhält einen angemessenen Resonanzboden, auf den Sie hoffentlich stolz sind.

Gefangen in irrwitziger Naivität, die an freiwillige Gehirnwäsche erinnert, fallen Sie der terroristischen Propaganda anheim. Ihre so gewonnenen Erkenntnisse vermischen Sie geschickt und trickreich mit aktuellen Nachrichten. Der unbedarfte Leser und Zuhörer kann auf diese Weise kaum noch zwischen todenhöferischer und tatsächlicher Realität unterscheiden.

Nur in Nebensätzen bedauern Sie halbherzig den „Islamischen Jihad“, um diesen sodann durch die „David gegen Goliath“-Situation zu erklären. Ihr Goliath ist selbstverständlich Israel – ein Land mit der Flächengröße von Hessen – und nicht etwa dessen vereinte arabische Nachbarschaft, die seit 1948 von der Auslöschung des verhassten jüdischen Schandflecks phantasiert.

Kein Wort von Ihnen darüber, dass gegen die drei mutmaßlichen Mörder des 16-jährigen Palästinensers Mohammed Abu Chedair in Israel Anklage erhoben wurde. Zu Recht werden die Täter rechtsstaatlich verfolgt und bestraft. Auf der anderen Seite feiern palästinensische Fanatiker jeden toten Juden, verehren und feiern ihre Selbstmordattentäter als Märtyrer.

Sie verschweigen, dass Israel, die einzige freiheitliche Demokratie in der Region, akribisch darauf achtet, dass jeder Angriff juristisch auf die Vereinbarkeit mit internationalem Recht überprüft ist. Auch warnt die Armee die palästinensische Zivilbevölkerung rechtzeitig, um sich in Sicherheit zu bringen. Demgegenüber verschanzt sich die Hamas mit ihren Waffen- und Raketenlagern in Wohnhäusern und Moscheen. Kaltherzig und unmenschlich missbrauchen sie die zivile Bevölkerung, die eigenen Kinder und Frauen als menschliche Schutzschilde. Während Israels Armee die palästinensische Bevölkerung vor jedem Angriff warnt, um zivile Opfer zu vermeiden, nötigt die Hamas palästinensische Familien dazu, sich auf ihren Häusern um die Abschussrampen zu scharen.

Wie jeder vernünftig denkende und fühlende Mensch bedaure auch ich von ganzem Herzen die vielen unschuldigen Opfer dieser schrecklichen Konfrontation. Aber bitte leugnen Sie doch nicht, dass ursächlich die Hamas die Schuld daran trägt. Die Unmenschlichkeit der Hamas ist die einzige Maßlosigkeit, die ich in diesem furchtbaren Konflikt erkennen kann. Seit jeher ist den Terroristen die Vernichtung Israels mehr wert als die Herstellung guter Lebensbedingungen für die Palästinenser. Alles Geld, alle Kraft wird in den Kampf gegen Israel gebündelt, nicht in den Frieden, nicht in ein gutes Leben. Die Hamas provoziert den Krieg ganz bewusst. Sie setzen den Beschuss fort und ignorieren die verhandelten Waffenruhen, um Israel zur Reaktion zu zwingen.

Die Hamas hat den Krieg der Bilder perfektioniert. Sie sind der Hamas aufs Glatteis gefolgt und haben den Terroristen quasi als embedded Journalist gedient und dazu beigetragen, dass deren zynische Strategie aufgegangen ist. Herzlichen Glückwunsch, Herr Todenhöfer.

Israel, das von solchen traurigen Bildern delegitimiert werden soll, will diesen krieg nicht. Aber Israel muss seine Bevölkerung schützen. Israel kann sich den Beschuss nicht gefallen lassen. Jede andere souveräne Demokratie dieser Welt müsste in dieser Weise handeln. Doch nur Israel ist mit dieser singulären geopolitischen Situation konfrontiert. Andere Staaten müssen jene Fragen nicht beantworten, wie sie die Administration um Ministerpräsident Netanjahu und das israelische Militär beantworten müssen.

Das Schicksal der Israelis blenden Sie gekonnt aus. Dabei wünschen sich die Menschen in Israel seit 65 Jahren nichts sehnlicher als Frieden. Sie leiden unter der dauerhaften existenziellen Bedrohung aus der arabischen Welt. Die Familien im Süden des Landes, die Tag und Nacht unter dem Raketenhagel aus dem Gazastreifen leiden, verbringen auch in diesem Jahr ihre Sommerferien in Schutzräumen und sehen kaum Tageslicht. Inzwischen sind auch die Bewohner der Großstädte im Zentrum in Reichweite der terroristischen Bomben.

Es ist traurig, dass Sie den umfassenden Blick scheuen und das Leid der israelischen Kinder konsequent ausblenden. Mir ist unerklärlich, wie Sie es als Journalist mit Ihrer Pflicht zu Sorgfalt, Seriosität und Objektivität vereinen können, unerwähnt zu lassen, wie viele Menschen seit Jahrzehnten von den dramatischen physischen und psychischen Folgen der terroristischen Angriffe gequält werden.

Alle Menschen sind für Sie gleich? So schreiben Sie. Sind Sie sicher? Ist es nicht vielmehr so, dass in Ihrer Darstellung die palästinensischen Toten und Verletzten etwas gleicher sind? Wer Ihre unerträglichen und selbstbeweihräuchernden Betulichkeiten von „David gegen Goliath“ ließt, bekommt einen ganz anderen Eindruck.

Was Netanjahu will, glauben Sie ganz genau zu wissen und Sie versorgen auch Ihre Leser und Zuhörer mit diesen wohl telepathisch gewonnenen Erkenntnissen. Ob die Hamas Frieden will, da sind Sie noch nicht sicher, stellen sich dieser Frage aber „ernsthaft“, wie Sie beteuern. Vielleicht hilft Ihnen bei Ihren Überlegungen die Lektüre der Charta der Hamas. Darin lehnt die Terrororganisation die Existenz des Staates Israel ab und ruft zur Zerstörung des jüdischen Staates auf. Sie fordert dazu auf, Juden zu töten und erklärt, dass kein arabisches Land, kein palästinensischer Führer und keine Organisation mit Israel verhandeln können. Weiterhin besteht sie darauf, dass jede Friedensinitiative im Widerspruch zu den Prinzipien der Satzung steht und dass die einzige Lösung der Jihad ist.

Ihrer selektiven Wahrnehmung entgehen diese nützlichen Informationen leider. In der Folge versäumen Sie es sträflich, Ihrem Publikum den Gesamtkontext der aktuellen Geschehnisse zu vermitteln.

Der Konflikt dient nicht nur dem Mullah-Regime im Iran, das die Hamas mit Waffen und Geld versorgt, als wichtige Front. Zugleich erproben die Islamisten, die in Gestalt von Boko Haram in Nigeria und als ISIS im Irak grauenvolles Leid über die Menschen bringen, im Gazastreifen den Terrorstaat als Modell für den Nahen und Mittleren Osten. Ziel ist der Triumph des islamistischen Terrors in der gesamten Region. Damit ist das jetzige Vorgehen der Hamas in all seiner Perfidie und seinem Größenwahn nur zu verstehen, wer sich die gesamte, Unheil verheißende Denkwelt des arabischen Extremismus vor Augen führt.
Auch in Europa rufen die Jihadisten immer lauter zum Kampf gegen die freie Welt und zur Ermordung von Juden auf – und immer mehr Menschen sind gewillt diesem Ruf zu folgen und sich in Terrorcamps für diesen Kampf ausbilden zu lassen.

Wir erleben dieser Tage, dass jüdische Menschen und Einrichtungen in ganz Europa Opfer von Hass und Gewalt werden. Und das in einem Ausmaß, wie ich es mir in meinen schlimmsten Alpträumen nicht hätte ausmalen können.

Islamisten, Rechtsextreme und radikale Linke vereinen sich auf dem kleinsten gemeinsamen Nenner und demonstrieren gegen Israel. Ihre Slogans aber haben mit Israel oft gar nichts mehr zu tun. Es entlädt sich blanker Antisemitismus. Verbaler Judenhass, der so brutal und kaltherzig artikuliert wird, dass gewaltsame Übergriffe, wie sie etwa in Frankreich zuletzt schon geschahen, auch in Deutschland drohen.

Antisemitische Aufmärsche, beschmierte Synagogen, geschändete jüdische Friedhöfe und verängstigte jüdische Menschen, die ihre Heimat und ihre Gesellschaften nicht mehr wiedererkennen – ist das das Europa der Zukunft? Ist das die Welt, die Sie sich wünschen? Oder warum schüren Sie mit Ihrer Polemik derartige Denkmuster? Warum machen Sie sich anschlussfähig für hasserfüllte Ideologen?

Es ist traurig, dass das israelische Leid in Ihrer Weltanschauung keinen Platz hat. Es ist traurig, dass die Sorgen der jüdischen Menschen darin missachtet werden. Doch am traurigsten ist es, dass Sie seitens der Medien ein Forum erhalten um Ihre unsäglichen, weinerlich dargebotenen Thesen zu verbreiten.

Vielleicht wünschen Sie sich wie die Islamisten eine Welt ohne Israel. Ich wünsche mir eine Welt mit Israel und ich kann nur hoffen, dass sich die Mehrheit der freiheitlich-demokratisch gesinnten Menschen hinter diesem Wunsch vereint und nicht hinter der mörderischen Ideologie der Jihadisten, die Ihnen offenbar in den Kopf gestiegen sind.

Ich kann Ihnen nur raten, genau nachzudenken, wer die Freiheit beschützt, die Ihnen die Möglichkeit gibt, Ihre Profilneurose auf medialer Plattform auszuleben und wer eben jene Freiheit mit allen Mitteln zerstören will.

Mit freundlichen Grüßen
Charlotte Knobloch “
(Quelle)

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