Aufgewacht – der Muezzin kommt

Islambeauftragte gibt es offenbar wie Sand am Meer. Wer sie ernennt ist nicht ganz so klar, ob es Allah gar selbst ist, wird er uns nicht verraten, aber eines ist klar – Ihr Auftrag. Nämlich der, den (wahren) Islam auch in die hinterste Ecke eines Landes zu tragen. Und dazu gibt es, wie wir wissen, verschiedenste Methoden – kuriose, gefährliche, gewalttätige aber auch völlig blödsinnige, wie eine Petition, zu der ich kürzlich folgenden Text in meinem Newsletterverteiler fand.

„Betreff: Petition in Zeichnung
Meine lieben Geschwister im Islam! Allah, unser Schöpfer, weiss was für uns Menschen das Beste ist. Er prüft uns Muslime alle tagtäglich. Und Er leitet recht, wen Er rechtleiten will.
Als mir damals Allah die Wege zum Islam geöffnet und mich rechtgeleitet hat, wusste ich noch nicht welche positiven Ereignisse darauf folgen werden. Früher wurde ich in die Irre geführt vom Shaytan. Er flüsterte mir Dinge ins Ohr die letzten Endes nur mich selbst geschädigt haben. Heute werde ich beschützt von Allah Subhanahu wa ta’ala. – Alhamdulillah.
Allah leitet recht, wen Er rechtleiten will! Viele Kuffars lehnen Allah ab und vergessen dabei, dass z.B. Jesus nur ein Prophet war und folgen den Irrlehren der Kuffars. Sie vergessen, dass es Allah war, der Sie erschaffen hat. Und wie kann man seinen Schöpfer leugnen, der einen erschaffen hat? Der einem die Augen zum Sehen, die Nase zum Riechen, den Mund zum Sprechen, die Hände zum Arbeiten, die Füße zum Gehen und den Kopf zum Denken geschenkt hat!
Es gibt Kuffars, die haben zwar einen Kopf aber zugegeben: Eingesetzt wird der bei den Islamhassern äusserst selten. Und wenn er mal eingesetzt wird, dann meistens nur um seinen eigenen Schöpfer zu leugnen.
Die Folgen dieser Irrlehren der Kuffars sind verheerend. Angefangen von geistiger Armut bis hin zu Drogenabhängigkeit schaffen Kuffars den idealen Nährboden hier auf dieser Dunya, um am jüngsten Tag für alle Ewigkeiten in der Hölle verdammt zu sein!
Ich, als Islambeauftragter wünsche allen meinen Mitbürgerinnen und Mitbürgern in der Bundesrepublik Deutschland von ganzem Herzen nur das Allerbeste!
Meine lieben Mitbürgerinnen und Mitbürger der Bundesrepublik Deutschland: Diese Petition hat gezeigt, in welche Richtung Deutschland gehen wird. Der Islam ist längst mehr als nur ein Teil Deutschlands. Deutschland braucht den ganzen Teil der Muslime, mit Allem was gläubige Muslime auszeichnet. Zu diesem ganzen Teil gehört nicht nur die berufliche Qualifikation, auf die Muslime hier in der BRD reduziert werden.
Es gehören vielmehr zu diesem ganzen Teil auch die 5 Säulen des Islam. Denn auf diesen 5 Säulen ist der Islam aufgebaut. Der Muezzinruf ist dabei selbstverständlich.
In diesem Sinne!
Möge Allah diesen fehlenden Teil in der Bundesrepublik Deutschland vervollständigen und uns Muslimen den Gebetsruf bundesweit ermöglichen. – Amin -!
Herzlichst, Euer Bruder im Islam Alexander Neß – Islambeauftragter

Bei dieser Petition handelt es sich um die Forderung nach Einführung des bundesweiten Muezzinrufes und dies wurde wie folgt begründet:

  • weil Integration verschiedener Kulturen zu einer offenen Demokratie gehört
  • weil wir Respekt vor den verschiedenen Religionen haben müssen
  • weil Deutschland ein Einwanderungsland ist
  • weil wir hier in der Bundesrepublik Deutschland inzwischen geschätzt ca. über 5 Millionen Muslime haben…
    Geht es nach der Vorstellung des Petitionserstellers, so möchte er seine Initiative ab Januar 2015 umgesetzt sehen, die beinhaltet , in der Bundesrepublik Deutschland fest installierte Muezzin-Lautsprecheranlagen ab 500 Muslime pro Stadtteil anzubringen…

Wenden wir uns nun der Person zu, die diese Petition erstellt hat, so wird schnell klar, aus welcher Ecke der Wind weht.
Auf seiner schlecht gemachten Internetpräsenz stellt sich uns ein Alexander Neß mit folgenden Worten vor:

„Ich bin in der Bundesrepublik Deutschland geboren
Ich bin römisch-katholisch aufgewachsen
Erstmals in Kontakt mit dem Islam kam ich im Jahre 2001-
Am 10.08.2012 konvertierte ich dann,- Alhamdulillah- bei Ibrahim al Almani – Muslime Aktiv e.V. in Münster& Pierre Vogel zum sunnitischen Islam- Alhamdulillah!

Seitdem beschäftige ich mich intensiv mit dem Islam und richte mein Leben nach Koran und Sunna.“

intro_a_ness_farbgleich (1)

Ibrahim al Almani sollte Ihnen übrigens bekannt sein, denn wir berichteten mehrfach über ihn (hier und hier)
Natürlich bietet die Webseite des „Islambeauftragten“ neben den Kontaktdaten auch Hinweise, wie man eine schnellstmögliche Konvertierung vornehmen kann, im Zeitalter der Technik sogar online.
Offenbar ist das Erstellen eines professionellen Internetauftritts nebst Foto nicht das einzige Defizit des „Islambeauftragten“ , aber das sind wir bei Vogels Gefolgschaft ja kaum anders gewohnt. Und ganz sicher ist diese Petition nicht der einzige hirnlose Antrag mit der sich ein Petitionsausschuss herumschlagen muss, falls sie diesen je erreichen sollte.
Auch mit Zahlen und Zusammenhängen hat es der Islambeauftragte nicht so, denn selbst, wenn wir ihm die geschätzten 5 Millionen zubilligen, so sind dies lediglich Menschen, die aus muslimisch geprägten Ländern stammen und wie wir wissen, sind es gerade da nicht wenige Christen und Exmuslime, die sich auf den Weg nach Deutschland gemacht haben und andere, die sich nicht mit der Gesinnung eines deutschen „Islambeauftragten“ identifizieren.
Die wenigsten werden in Herrn Neuss ihren Beauftragten sehen (wollen) und dafür kann man nur dankbar sein – wissen wir ja, dass es nicht allein der Ruf des Muezzin ist, den diese „Muslime“ (die wir so gern Salafisten oder Trachtenmoslems nennen) in Deutschland etablieren wollen.

muezzin_61825
(Quellen u.a. Badische Zeitung, taz )

Advertisements

17 Kommentare zu „Aufgewacht – der Muezzin kommt

  1. Einige Gedanken zu seinen Thesen:

    – weil Integration verschiedener Kulturen zu einer offenen Demokratie gehört

    Eine Demokratie ist schon offen! Hierbei handelt es sich um einen sogenannten Pleonasmus.

    – weil wir Respekt vor den verschiedenen Religionen haben müssen

    Warum redet er dann selbst so respektlos und abschätzig von anderen Religionen und Weltanschauungen (wie es übrigens auch die anderen „Internetmuslime“ tun)? Dieser Text zur Petition (der vor allem die geistige Armut des Autors wiederspiegelt) kann doch nur als einzige Hetzschrift bezeichnet werden!

    – weil Deutschland ein Einwanderungsland ist

    Nichts gegen Einwanderung, vor allem sollten Flüchtlinge aufgenommen werden, die in ihrem Heimatland politisch und religiös verfolgt werden. Einem Schmarotzer, wie etwa Abou Nagie, der – außer Dawa machen – keiner Arbeit nachgeht und auch keine sucht, sollte sofort die Staatsbürgerschaft aberkannt und dannach abgeschoben werden. Hier handelt es sich um Sozialmissbrauch!

    Außerdem sind nicht alle Migranten Muslime!

    – weil wir hier in der Bundesrepublik Deutschland inzwischen geschätzt ca. über 5 Millionen Muslime haben…

    5 Millionen, die sich von deren Institutionen nicht vertreten fühlen. Darunter sind auch sogenannte „Namensmuslime“, ähnlich wie den „Taufscheinchristen“! Und diesen 5 Millionen stehen immer noch ungefähr 75 Millionen Andersgläubige gegenüber!

    Die Salafisten machen aber nur etwa 4 – 5-tausend geschätzte Personen aus. Laut Adam Riese wäre das nur 0,1% der Muslime, gemessen an der Gesamtbevölkerung 0,005%.

    – Geht es nach der Vorstellung des Petitionserstellers, so möchte er seine Initiative ab Januar 2015 umgesetzt sehen, die beinhaltet , in der Bundesrepublik Deutschland fest installierte Muezzin-Lautsprecheranlagen ab 500 Muslime pro Stadtteil anzubringen…

    Gerne, wenn es zur Zeit des Propheten Mohammed schon Lautsprecheranlagen gegeben hätte! Aber zu dieser Zeit gab es nicht einmal elektrischen Strom. Daher zieht auch der Vergleich mit Kirchenglocken nicht, den Glocken gab es bereits zur Zeit der Antike! Und genau das macht diese schizophrene und widersprüchliche Welt aus, in der unsere heutigen „Internetmuslime“ leben. Sie wollen einerseits die modernste Technik und den Wohlstand des 21. , andererseits die barbarischen und menschenverachtenden Gesetze des 7. Jahrhunderts. In einer Welt der Scharia aber, in der es verboten ist, den Koran und den Propheten Mohammed in Frage zu stellen, hätte es niemals solche Errungenschaften, wie wir sie heute haben, gegeben!

    Wenn man schon gerne in der Zeit Mohammeds leben würde, sollte man fairerweise daher auch auf den gesamten
    technischen Fortschritt verzichten und es den Amish-People in den USA gleichtun. (Diese bedrohen zumindest auch niemanden!) Alles andere ist pure Heuchelei!

    Apropos Schizophrenie: Wenn ihm Shaytan Dinge ins Ohr geflüstert hatte, sollte er lieber einen Facharzt für Psychiatrie anstatt einen Imam aufsuchen. Die modernen Medikamente können wirklich wahre Wunder wirken. 😉

    Gefällt 1 Person

  2. Der autor dieses artikels sollte erst mal lernen wie man den namen des islambeauftragten richtig schreibt. Er heisst nicht neuss sondern ness. Als moslem stehe ich hinter ihm und 11000 mennschen ebenso. Bestimmt noch viel mehr weil nur 10000 unterschriften das pettitionsziel wahren. Ezan ist wundervoll.

    Gefällt mir

  3. Demokratie bedeutet keinesfalls, auf die Wünsche einzelner Gruppen eingehen zu müssen. Und ein plärrender Muezzin ist keine Pflicht im Islam, nicht mal ein Minarett ist dies. Heutzutage sollten doch alle Muslime auch dazu fähig sein, die Uhrzeit korrekt ablesen zu können.
    Mit welchem unverständlichen Willen diese Muslime dahergehen und eine Gesellschaft ändern wollen, müsste psychologisch und sozial ergründet werden.

    Gefällt mir

  4. Hallo Hasan, wenigstens, was den Namen betrifft, kann der Autor Dir folgen und hat dies umgehend geändert. 🙂 Dafür beherrscht er jedoch die Groß-und Kleinschreibung und die Interpunktion, so dass wir ihn nicht feuern werden. Wenn Du auch noch ein wenig an Deiner Rechtschreibung feilst, könnten wir Dich vielleicht sogar anstellen, dann müsstest Du nicht mehr für die Rattenfänger den Dreck weg putzen. Was hältst Du von unserem Angebot?

    Herzlichsten Gruß vom Team und immer schön den Zeigefinger in die Luft strecken! Marshmallow

    Gefällt mir

  5. @Kimba, es wäre ja auch noch schöner, wenn man den Wünschen von Extremisten nachgeben würde, zu denen Herr Ness unverkennbar gehört. Wer den Muezzin hören möchte, der sollte dorthin gehen, wo der Islam das Sagen hat. Das ist nicht hier und wird es auch nie sein. Von daher sollten wir mit Leuten wie HASAN Mitgefühl haben und ihnen vielleicht ein Ticket nach Absurdistan spendieren,vielleicht auch nach Syrien.

    Gefällt mir

  6. Meinetwegen kann der Muezzin die Gläubigen auch gerne zum Gebet aufrufen, jedoch nur „unplugged“, ohne Verstärkeranlage! Denn hier wird die ambivalente Haltung der „Internetmuslime“ gegenüber unserer Gesellschaft spürbar, die ich schon im obigen Kommentar ausführlich beschrieben habe. Zwischen den mittelalterlichen Schariagesetzen und der modernen Technik liegen schließlich 1400 Jahre Menschheitsgeschichte!

    Gefällt mir

  7. diese Salafisten scheinen ein ziemlich großes netzwerk zu haben.hat mir doch heute meine cousine berichtet dass salafisten vor kurzem in würzburg flyer verteilt haben.auch in ihrem briefkasten war ein flyer aufgemacht als einladungskarte in professionellem druckdesign.absender ist ein herr neß von islamkonvertierung.meine cousine sagte mir sogar dass ein älterer nachbar die bärtigen salafisten beobachtet hat wie sie nach der verteilaktion dann in einem ziemlich grossen schweren geländewagen davongefahren sein sollen.hat von euch auch jemand diese flyer bekommen?teilt es mit und warnt alle vor diesen islamisten

    Gefällt mir

  8. Ich möchte das jeder Moslem sich ein fest installiertes Megafon auf dem Kopf montieren lässt das per Funk aus MEkka gesteuert wird,nur so ist es möglich das gehörlose das Gebet nicht vergessen denn sie spüren dann die Vibration.

    Gefällt mir

  9. Es ist beschämend für Deutschland, dass in Stadtteilen mit vielen Muslimen die meisten Moscheen keine islamische Architektur aufweisen und der Muezzinruf nicht öffentlich erfolgt. Dabei sind öffentliche Muezzinrufe über Lautsprecher in Deutschland abhängig von der Tageszeit und vom Ort allgemein zulässig, solange eine bestimmte Dezibelzahl nicht überschritten wird. Und solange das eingehalten wird, kann niemand was dagegen machen. Und kommt mir nicht mit „Sowas gehört nicht hierher!“, solche und sonstige Anti-Argumente ziehen da nicht.

    Gefällt mir

  10. Ich sag mal so, in Zeiten der Handys die alle mit Weckfunktion ausgestattet sind, da braucht man keine zusätzliche Lärmbelästigung durch den Ruf des Muezzin. Dass die Kirchen mit ihrem Gebimmel so manchem auf die Nerven gehen, damit müssen wir leben, das ist ja ihr Jahrhunderte altes Gewohnheitsrecht. Ansonsten empfehle ich diesen netten Wecker für die ganz hart gesottene Verfechter dieser orientalischen Tradition, den sie sich gerne neben ihr Bett stellen können: http://www.youtube.com/watch?v=7FU7WBslh9Q

    Wozu will man überhaupt den öffentlichen Ruf des Muezzin in diesem Land einführen? Mir kommt es so vor als wenn manche Zeitgenossen nicht wissen wie man einen Wecker zu stellen hat. Das kann doch nun wirklich nicht so schwer sein um eine Konfrontation durch einen erhöhten Lärmpegel mit den Nachbarn und der Umwelt zu vermeiden, denn vielerorts ist es in Deutschland eh viel zu laut und da sollten wir doch den Willen aufbringen, den Lärm da zu vermeiden, wo er zu vermeiden ist, denn es ist auch bewiesen, dass die sich ständig wiederholende Lärmbeschallung die Menschen auf kurz oder lang krank macht.

    Gefällt mir

  11. Die Einladung zum Paradies hat für mich den Beweis erbracht, dass diese EZP nicht als Einladung verstanden werden darf, sondern zum bösen Aufruf für das unwissende Frischfleisch verstanden werden muss, was sich und unbeteiligte Menschen im Namen durch eine falsch verstandene Religion unnütz in das Nirvana stürzen soll.

    Gefällt mir

  12. ich finde dass der gebetsruf zumindestens dort rufen soll wo viele muslime leben. es gehört zu deren religion wie die kirchenglocken zu meinem glauben.

    Gefällt mir

  13. Ja Kuanko, wer in der Innenstadt von Frankfurt wohnt und sich den Muezzin um die Ecke wünscht, der besucht ganz sicher auch die „Open Air Konzerte des Vogels“. Wusste ich doch, dass ich Dich kenne 😉

    Gefällt mir

Kommentar verfassen

Bitte logge dich mit einer dieser Methoden ein, um deinen Kommentar zu veröffentlichen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s