Todenhöfer und der “ Jihadisten-Präsident“

Den meisten ist Jürgen Todenhöfer ganz sicher bekannt. Den einen als „Bestseller-Autor“ von Bücher wie                      “ Warum tötst Du Zaid“, oder „Du sollst nicht töten: Mein Traum vom Frieden“                                                 Den anderen als der ewige Zahlenjongleur mit dem Hang zu Realitätsverlust. Aber allen als personifizierte Verkörperung einer Friedensvision.

Unstrittig, dass wir alle einen weltweiten Frieden befürworten, jedoch auch wissen, dass dieser nicht allein durch das Verbot von Waffenexporten erreicht werden kann.

Und so greift J.T. auch sowohl in öffentlichen Medien, als auch auf seiner Facebook-Seite jeden an, der ihm nicht folgen kann. Nachfragende, die Zweifel an seinen gern aufgeführten Zahlen haben, oder seine Eindrücke von Kriegsschauplätzen für recht einseitig halten, werden dann auch kurzerhand blockiert und ihre Einwürfe gelöscht.
Natürlich macht das Herr Todenhöfer nicht selbst, dazu hat er ja bei seinem täglichen Einsatz für den Weltfrieden gar keine Zeit – nein, Betreuer und damit Zensor der Facebookseite ist sein Sohn Frederic.
Ob dieser dafür qualifiziert ist, ließe sich angesichts der Kommentarbereiche bezweifeln, es sei denn…aber dazu kommen wir ein anderes Mal. (hier der Beitrag )
Schaut man sich die Seite an, so fällt auf, dass sich nicht wenige der unzensierten Kommentatoren im Dunstkreis der Salafisten bewegen, dazu noch einige ewig vernebelte Gutmenschsprechler, jedoch kann man die unter den Fans der Seite zahlenmäßig vernachlässigen. Ja, Todenhöfers Selbstbeweihräucherungsschrein ist angefüllt mit Muslimen, was verständlich ist, predigt J.T. ja den Psalm des ewig bösen und schuldigen Westens und der wahrhaftigen Friedlichkeit des Islam, undifferenziert und Wirklichkeitsfern.
Also im Grunde genau das, was der Vogelsche Vorbeter verbreitet und es zieht genau die Muslime in ihren Bann, deren Weltfrieden sich hauptsächlich und in erster Line den islamisch dominierten Ländern erstreckt, die Profile mit mutigen ISIS-Kämpfern und bewaffneten Kindern ihr eigen nennen- auf dass sich der Islam verbreite und dem bösen Westen, samt schäbigen Kufar der Garaus gemacht werden möge- mit Allahs Hilfe.
Das allein sollte einigen unvoreingenommenen Besuchern der Seite schon als merkwürdiger Umstand erscheinen.
Wahrscheinlich schreibt J.T auch bereits an einem neuen Buch, denn einer seiner letzten Posts lautet “ Warum tötest Du Kinder, Barak Obama“, doch im Gegensatz zu Said, der nur deshalb tötete, weil der Westen ja an allem schuld ist, nutzt er den reißerischen Titel für die Bestätigung seiner Thesen und scheut sich auch nicht davor, reißerisch ein Titelbild zu veröffentlichen, auf dem einem Kind der halbe Kopf fehlt.
Man weiß nicht, wer von wem sich diese Methode der Publikation abgeschaut hat, jedoch ist die ganz nach Manier der islamischen Extremistenseiten.
Kommentare, wie „Das Foto sagt alles ūber den Imperialistischen Aggressoren und Kolonialismus. “ oder „Ouallah usa macht alle kampf ohne waffen afghanistan fickt euch fette esel“ sind dann auch Balsam für Todenhöfers Seele, liest er ja hier offenbar eindeutig den Wunsch nach Weltfrieden heraus.
Dass ungebremster Beifall leicht zu Größenwahn führen kann, zeigt nun die kürzlich erfolgte Entgleisung, die übrigens, trotz angedrohter Konsequenz, bis heute nicht entfernt wurde:
Liebe Freunde, was haben wir bloß getan, um einen solchen „Jihadisten“ als Präsidenten zu bekommen? Der wie ein Irrer alle paar Monate dafür wirbt, dass sich Deutschland endlich wieder an Kriegen beteiligt.
Sagt ihm keiner, dass unsere Verfassung Kriege nur zur Verteidigung erlaubt? Dass jede „humanitäre“ Intervention auch Frauen und Kinder tötet? Dass unser Land für die nächsten Jahrtausende genug Kriege geführt hat? Ein Bundespräsident als Sprachrohr der Rüstungsindustrie -beschämend!“ (Quelle)
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Nun geht es hier weniger um die Rüstungsindustrie und darum, dass auch wir die zunehmenden Waffenexporte gerade in solche Länder besonders kritisch sehen, sondern es geht um den verbalen und bildlichen Angriff auf das höchste Staatsoberhaupt – von dem man persönlich halten kann, was man mag.
Wer die mehrheitlich weniger friedfertigen , dafür aber politisch und auch sonst weniger gebildeten Anhänger Vogels, die diese Seite frequentieren mit „Liebe Freunde“ oder „Meine Freunde“ betitelt, der hat offensichtlich Probleme mit seiner Wahrnehmung und Selbstreflektion.
Umso mehr, wenn man weiß, dass Todenhöfer in den 1980er Jahren zur so genannten „Stahlhelmfraktion“ des rechten Flügels der CDU zählte und einer der bekanntesten deutschen Unterstützer der von den USA geförderten Mudschahidin und deren Guerillakrieg gegen die sowjetische Besetzung Afghanistans war.
Und so ist es zumindest erfreulich, dass die Politik nicht zögert und befindet, dass ein weiterer Verbleib in der CDU nicht erwünscht ist und man drückt aus, was uns schon lange aufgefallen ist:
„Er gefällt sich in rhetorischen Figuren und in einer überheblichen Kritiksucht, ohne Fakten zu kennen. Er sollte deshalb Konsequenzen ziehen und endlich aus der CDU austreten“, sagte Kiesewetter (Obmann für Außenpolitik in der Unions-Bundestagsfraktion)
„Todenhöfer habe „jegliche Bodenhaftung und jeden Realitätsbezug“ verloren, seine Äußerungen seien „arrogant und herablassend“
(Quelle)

 

Ob dies Herrn Todenhöfer auf seinem medialen Feldzug für den Weltfrieden behindern oder beeindrucken, steht zu bezweifeln. Vielmehr wird man nun einen politischen Märtyrer schaffen, der sich der ungeballten Untertützung aus einem Lager sicher sein kann, dem, wie wir Anfangs schon erwähnten, der Weltfrieden am Allerwertesten vorbei geht.
Ob diese dann jedoch bereit sind , seine kommenden Bücher zu kaufen oder gar zu lesen, halten wir für unwahrscheinlich.

Wir sind gespannt, wie sich die „Affäre Todenhöfer“ nun weiter entspinnt, und verabschieden uns mit dem Wunsch

„Warum hältst Du nicht endlich den Mund, Jürgen!“
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