Wozu nach Mekka reisen- sieh` das Ziel ist doch so nah

Wenn man ein Geschäft eröffnen möchte, so ist das eigentlich kein Problem. Man sucht sich ein Ladenlokal, vorzugsweise in einer günstigen Lage, wo potenzielle Kunden zu erwarten sind, man benötigt einen Gewerbeschein, einigt sich mit dem Vermieter und schon kann es losgehen. Sagt man noch dazu, man handele mit Textilien, dann steht der Eröffnung eigentlich nichts entgegen.
So auch im Falle des nagelneuen „Mekka-Shops“ in Frankfurts Innenstadt.
Wer sich also für traditionelle islamische Bekleidung, religiöse Bücher und Duftöle oder die konservative Kleidung (Vollverschleierung) für Frauen und Mädchen interessiert wird dort fündig werden. Auch das „Zam-Zam“- Zauberwasser ist dort erhältlich, welches aus einer „Heiligen Quelle“ Mekkas entstammt. Wenn sie also Volvic nicht mögen und Ihnen Gletschereis zu teur ist zum Kaffee kochen, dann könnten sie es damit probieren, sollten aber vorher unbedingt einiges beachten:

„Unser Pophet Muhammed sav hat empfohlen (Sunnah):

  • Mit welche Absicht Du es trinkst, dafür ist Zamzam der Mittel.
  • Zamzam Wasser im Stehen trinken,Richtung Qibla. (normales Wasser im Sitzen)
  • Am Anfang BISMILLAH (Im Namen ALLAH`s) sagen.
  • Mit rechte Hand den Becher/Glas halten und trinken.
  • Man sollte es nicht aufeinmal trinken, sondern in drei Zügen.
  • Atme nicht in den Glas hinein.
  • Nach dem Trinken ELHAMDULLILLAH sagen (Gelobt sei ALLAH CC ).
  • Während ein Mensch mit Iman (Glaube) viel Zamzam trinken kann, kann ein Heuchler oder ungläubiger kaum Zamzam vertragen/trinken.

(Quelle)

Wie? Wir machen Werbung ? NEIN – ist doch die Mehrzahl unserer Leser zur Kategorie der Ungläubigen zu zählen und diese (letzter Punkt der Vorschrift) vertragen das Wunderwasser gar nicht. Betrachten wir es also als Warnung, denn übel kann uns auch werden, wenn wir keine rund 7 Euro pro Liter Wasser ausgeben.

Zurück also zum Mekka-Shop.
Es ist an sich weder verwerflich noch verboten orientalische Waren statt auf dem Marktplatz der Stadt in einem festen Ladenlokal zu verkaufen.
Stutzig sollte man vielleicht dann werden, wenn man weiß, wer der Inhaber ist, handelt es sich ja hier um den umstrittenen Salafistenprediger Abdellatif Rouali , der als der Kopf des inzwischen verboteten Vereins „DawaFFM“ galt und mitnichten nach dessen Verbot bekehrt wurde.
Rouali, der eine besonders strikte, wörtliche Auslegung des Koran predigte, hatte für „DawaFFM“ regelmäßig Islam-Vorträge im Internet veröffentlicht und sich mit seiner einfachen Sprache und seinen lebensnahen Themen – Ehe und Partnerschaft, Bekleidung und Alltagsverhalten, aber auch heikle Themen wie Masturbation – vor allem an jugendliche Muslime gerichtet, die er in seinem Sinne zu beeinflussen suchte.
Rouali war zudem von Beginn an ein Förderer der salafistischen Koran-Verteilaktion „Lies“, die Ende 2011 von dem Kölner Prediger Ibrahim Abou-Nagie gestartet wurde und das Ziel verfolgt, möglichst viele Menschen zum fundamentalistischen Islam zu bekehren. Mit Abou-Nagie und den radikalen Predigern aus dessen Netzwerk „Die wahre Religion“ ist Rouali ebenso gut vernetzt wie mit anderen Köpfen der Szene – wie etwa dem Prediger und Konvertiten Pierre Vogel.
(Quelle)
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Nun kann man sich fragen, was aus einem salafistischen Prediger einen seriösen Geschäftsmann macht, aber das zu glauben, wäre zu kurz gedacht.
Wer einmal im salafistischen Sumpf gebadet hat, der wird so schnell nicht sauber wie ein Neugeborenes. Der Gestank haftet ihm ewig an und auch in diesem Fall riecht es doch sehr stark nach einem Alibigeschäft.
Denn wer handelt, braucht auch Lagerräume. Besonders große, wenn man Produkte vertreibt, die man nicht eben mal schnell vom Großmarkt abrufen kann.
Was ist das besondere an Lagerräumen? In der Regel befinden sie sich an uneinsehbaren Orten und bieten ,mit ein wenig Logistikverständnis, auch Platz für ein gemütliches Treffen zwischen Chef und Angestellten oder aber auch zwischen Predigern und hörigen Brüdern. So kann man das Nützliche bequem mit dem Wichtigen verbinden.
Während die Ehefrau(en) vorn den letzten Schrei der Sommerkollektion an Burkas bewundert und sich mithilfe von Duftölen wie Sherezade fühlen, widmet sich der Ehemann dem Ernsthaften, wie etwa der Vorbereitung weiterer salafistischer Aktionen, aber natürlich auch dem inbrünstigen Gebet, welches etwa den Mudjahir-Brüdern in Syrien den Weg ebnen solle.

Wie? Ein Ladenlokal ist doch keine Moschee? Nein, aber es kann zu einer werden, wenn man sich, wie die Salafisten, dem öffentlichen Gegenwind  ausgesetzt sieht und nach und nach selbst die vorhandenen Moscheen einem den Zutritt verweigern; dann greift man ja auch gern zum Wohnzimmer eines Bruders Abu, Ibn oder Mohammeds. Und da gerade in Frankfurt eine Hochburg der Salafisten ist, könnte es sein, dass bald nicht mehr genügend Wohnzimmer zur Verfügung stehen.

Ob dies, wie auch der Verkauf von auf dem Index stehenden Büchern, im Mekka Shop zu beweisen ist, liegt in der Hand der Behörden. Aber mutmaßen darf man ja, einfach so, als besorgter Bürger, der das salafistische Treiben und Denken bereits seit langem verfolgt.

Viel Spaß beim Shoppen
ks-burka-DW-Politik-Bruessel

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