Moschee im Verdacht

Shortnews


 

„Polzei durchsucht Moschee“ titelt der Weser-Kurier heute
„Einsatz am frühen Morgen: Die Bremer Polizei hat gestern eine Moschee in der Bremer Neustadt sowie einige weitere Objekte im Bremer Raum durchsucht, darunter zwei in Delmenhorst. Die Durchsuchung richtete sich laut Staatsanwaltschaft gegen den Imam und den Kassenwart der Moschee. Demnach werden die beiden verdächtigt, in der Einrichtung Spendensammlungen veranstaltet und mit diesem Geld eine als terroristisch eingestufte Organisation in Syrien unterstützt zu haben. Die Ermittler betrachten dieses Vorgehen als Verstoß gegen das Außenwirtschaftsgesetz.

Ob sich die Vorwürfe infolge der Durchsuchung erhärten, war gestern noch unklar. Bei ihrem Besuch in insgesamt fünf Objekten – neben der Moschee handelte es sich um die Wohnungen und weitere bekannte Aufenthaltsorte der Beschuldigten – stellte die Polizei Datenträger und Bargeld sicher, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft gegenüber unserer Redaktion. Zu Zwischenfällen oder gar Festnahmen sei es im Verlauf des Polizeieinsatzes nicht gekommen.“

Wie berichtet, hatte es bereits vor einigen Wochen Durchsuchungen in der Bremer Salafisten-Szene gegeben. Da auch die Moschee in der Neustadt dem salafistischen Spektrum zuzuordnen sei, gebe es gewiss Parallelen zwischen den beiden Fällen, sagte der Sprecher. Ein unmittelbarer Zusammenhang bestehe jedoch nicht.

Etwas deutlicher wird da RadioBremen (auch Audiobeitrag)
„Ist Geld aus Bremen in den Syrienkrieg geflossen?“

„Im Fokus der Ermittlungen stehen offenbar der Imam, der geistliche Anführer, und der Schatzmeister der Moschee. Seit längerer Zeit sollen sie beim Freitagsgebet Geld gesammelt und an die Terrororganisation Jabhat Al-Nusra weitergegeben haben.

Bei der Terrororganisation, die von den möglichen Spenden aus Bremen profitiert haben könnte, soll es sich dem Vernehmen nach um die radikal-islamistische Vereinigung Jabhat al-Nusra – Front zur Rettung des syrischen Volkes – handeln. Die Vereinigung richtet sich gegen das Regime des syrischen Präsidenten Assad, ihr werden Hunderte Anschläge zugeschrieben. Weit über 5000 Kämpfer sollen sich der Organisation angeschlossen haben.“

spendenBereits im März diesen Jahres wurde in Bremen gegen Salafisten ermittelt
Nach Recherchen von Radio Bremen waren 4 Männer aus Bremen nach Syrien gereist, um dort am Bürgerkrieg teilzunehmen.
Auch wenn man von Seiten der Bremer Schura ( religiöser Dachverband im Lande Bremen)
davon überzeugt scheint, dass weder die Moschee in Verbindung mit Salafisten gebracht werden könne, noch, dass das bei den Freitagsgebeten gesammelte Geld für etwas anderes als die Moschee selbst verwendet worden sein könnte, drängt sich wie von selbst der Gedanke auf, es sei doch in einer Stadt, in der Salafisten so offensichtlich Quartier haben, nichts Absonderliches, wenn man beide Geschehnisse in Verbindung bringen würde.

Parralelen finden sich zu einem anderen Fall der Ahnungslosigkeit, über den wir vor einigen Wochen berichteten.
Es ging um den Bonner Rat der Muslime, dessen Sprecher Karim Abu Ridwan Lakhal unter Verdacht stand, Beziehungen zur salafistischen Szene zu haben. Auch damals gab man sich ahnungslos bis erbost und dementierte was das Zeug hielt.
Dann plötzlich der Rücktritt des Sprechers, der angeblich unter dem medialen Druck und der Hetze der Medien zustande kam. (Bericht)
Schaut man sich nun heute das Facebook – Profil des jungen Mannes an, dann sind alle eventuellen Zweifel ausgeräumt, denn nun bekennt man sich ganz offen zu seinem Gedankengut.

Ich bin kein Verfechter von Verschwörungstheorien, mache mir aber doch so langsam Gedanken, wie weitreichend inzwischen die Verstrickungen der salafistischen Szene in unserer Gesellschaft bereits sind und, und das ist das eigentlich Erschreckende, in wieweit sie vielleicht bereits gedeckt werden.

 

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