Ismail Tipi und der Kampf gegen Windmühlen

Wir hoffen, Ihr hattet erholsame Ferientage und seid gewappnet für kommenden Wochen ; für die positiven und negativen News.
Wir werfen einen kurzen Rückblick auf die letzte Woche und starten dann mit den News zum Geschehen in der Szene unserer „Trachtenmoslems“


Ismail Tipi, der sich engagiert und offen zum Thema Salafismus in Deutschland äußert, mahnte zum wiederholten Male an, dass Jugendliche an Schulen von Salafisten missioniert und rekrutiert werden. Auch die Medien haben dieses Thema aufgegriffen und berichteten bereits mehrfach:
„Schüler fühlen sich bedroht, Lehrer sind überfordert: An Hamburger Schulen gibt es ein Problem mit Islamisten. Politik und Pädagogen suchen nach Lösungen.“
Zeit-Online vom 24.02.2014

„Salafisten werben auf Schulhöfen“
Frankfurter Rundschau vom 23.04.2014

Die Problematik salafistischer Umtriebe an unseren Schulen ist nicht neu. Man liest leider inzwischen fast wöchentlich von neuen Missionierungen und Missionierungsversuchen an Schulen, Krankenhäusern, in Gefängnissen oder in Fußgängerzonen. Die Ergebnisse dieser „Rekrutierungen“ kann man ebenfalls in den Nachrichten verfolgen. Junge Männer und Frauen, manche nicht älter als 16 Jahren, enden als Kanonenfutter der Salafisten im syrischen Bürgerkrieg oder in anderen Kriegsgebieten der Salafisten. Die Verdrängung dieser radikalen Salafisten aus der deutschen Öffentlichkeit hat sich der hessische CDU-Landtagsabgeordnete und integrationspolitische Sprecher Ismail Tipi zum Ziel gesetzt. Seine Bemühungen um Aufklärung und Warnung werden nicht überall begrüsst, wie sich im folgenden Artikel der FAZ über die Diskussion zwischen dem Vorsitzenden des IHS-Kreisverbandes Stadt und Landkreis Offenbach und dem Landtagsabgeordneten Ismail Tipi über salafistische Aktivitäten zeigt. Um so wichtiger ist daher ein entschlossenes Auftreten von Staat und Gesellschaft gegenüber salafistischen Extremisten.
(Quelle)

Dennoch reagieren Politik und Parteien immer noch verhalten, wenn es um das Thema Islamisierung geht. Offenbar will man nicht erkennen, oder man weigert sich strikt um nicht unbequemen Vorwürfen ausgesetzt zu sein.
Nicht so Ismail Tipi! Er warb erneut um für ein landesweites Präventionsprogramm, das gerade Lehrern Hilfestellung geben könne, um frühzeitig eine Indoktrinierung durch Salafisten bei Jugendlichen erkennen zu können. Er lobte in diesem Zusammenhang den Aufruf des Vorsitzenden der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft in Hessen (GEW), Jochen Nagel, nach mehr Bemühungen im Präventionsausbau.
Der CDU-Abgeordnete rief zu einer engen Zusammenarbeit zwischen Lehrern, Schulbehörden, den Sicherheitsbehörden, den Moscheegemeinden sowie der Politik auf. Nur wenn zwischen diesen Ebenen genügend Vertrauen vorhanden sei, könne schnell reagiert werden. „Neben Aufklärungs- und Präventionsangeboten brauchen wir auch Aussteigerprogramme, um den Jugendlichen eine Möglichkeit zurück in unsere Gesellschaft zu ermöglichen“, forderte er abschließend.
(Quelle)
Aber nicht nur die Politik hüllt sich in Schweigen, auch Schulleiter sind der Gefahr gegenüber offensichtlich blind und werfen Tipi vor, „Ressentiments zu schüren“

ismail_tipi

Ismail Tipi

In einem offenen Brief an Tipi machte Michael Weis, der Vorsitzende des IHS-Kreisverbands Stadt und Landkreis Offenbach, deutlich, ihm seien diese Zahlen nicht bekannt gewesen. Auch Nachfragen bei anderen Schulleitern hätten „keine Anzeichen für die von Ihnen dargestellte Entwicklung an Schulen im Landkreis Offenbach“ ergeben. Das Staatliche Schulamt für Stadt und Kreis Offenbach habe Weis „keine radikalsalafistische Aktion an auch nur einer Schule“ nennen können. Daher solle Tipi angeben, woher die von ihm angeführten Zahlen stammten. Ansonsten entstünde der Eindruck, „dass Sie auf einem zurzeit aktuellen Terrain agieren und Ressentiments schüren, die niemand wollen kann“. In ganz Hessen gehören dem IHS rund 1200 Mitglieder von Schulleitungen aus 24 Kreisverbänden an.
Weis, der Direktor der kooperativen Gesamtschule Hermann-Hesse-Schule in Obertshausen ist, schrieb, er lehne es ab, „meine muslimischen Schülerinnen und Schüler quasi unter einen Generalverdacht stellen zu lassen, von wem auch immer“. Dass es im geographischen Umfeld radikalsalafistische Umtriebe gebe, sei sicher unstrittig. Für ihn sei aber auch unstrittig, „dass diese an Schulen im Kreis Offenbach nicht zu finden sind“. Daher sollten weder Ängste noch Ressentiments geschürt werden; „vielmehr sollten wir weiterhin gemeinsam daran interessiert sein, ein gutes Miteinander zu pflegen“. Tipi wies die Kritik zurück; er könne den offenen Brief nicht nachvollziehen. Das Schreiben hinterlasse bei ihm den Eindruck, „dass Teile der Lehrerschaft die Gefahren durch Salafisten immer noch nicht ernst nehmen und versuchen, jegliche Vorkommnisse als unbedeutend oder nicht vorhanden darzustellen“. Er habe niemanden unter Generalverdacht gestellt: „Es geht nicht um die Muslime und den Islam; es geht nur um die Salafisten, die die jungen Leute in unseren Schulen in ihre Falle locken.“
(Quelle)

Dennoch ist positiv zu verzeichnen, dass sich besorgte und engagierte Lehrer und Eltern an den CDU-Politiker wenden und die angebotene Unterstützung zur Prävention annehmen.

Nichts ist im Fall von Extremismus so gefährlich wie Untätigkeit! Dabei darf es nie eine Rolle spielen, aus welcher Ecke er kommt. Genauso wie es geboten und gefordert ist, sich gegen Rechts zu engagieren, so muss es auch eine Selbstverständlichkeit, ja Pflicht sein, religiösen Extremisten den Kampf anzusagen!

 

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