Salafisten-Szene professionalisiert sich

Was für die Medien offensichtlich neu ist, ist es für uns schon lange nicht mehr, denn bereits im vergangenen Jahr berichteten wir mehrfach über die Ausweitung der Aktion „Lies“ und man kann, wenn man will, auch bei uns genug Hinweise und Links zu entsprechenden Seiten im Netz finden, die ganz klar zeigen, wie die Vermarktung diverser „Produkte“ und Vernetzung der einzelnen Gruppen voranschreitet.

Nun, nachdem man bereits im letzten Jahr „feststellte“, „Radikale Salafisten haben großen Zulauf“ (Gut 17.000 Extremisten jeglicher Couleur hat der Verfassungsschutz in Hessen im Visier. Die Rechten glaubt die Behörde im Griff zu haben, am schnellsten radikalisiert sich die Islamistenszene.)Quelle ,  ist man erstaunt, dass sich die Szene weiterentwickelt.

So berichtet die „Frankfurter Allgemeine“, dass

vor allem Gruppen in Frankfurt versuchen, für die Verteilung von Exemplaren des Korans städtische Verordnungen zu umgehen. Nachdem ihnen die Stadt untersagt hatte, Informationsstände aufzubauen, sind sie neuerdings mit Bauchläden unterwegs – allerdings keinen gewöhnlichen, sondern solchen, die bei Bedarf mit Hilfe von ausklappbaren Beinen zu Informationsständen ummontiert werden können, was regelmäßig auch getan wird.

Dass sich die hessische Islamistenszene rund um die „Lies“-Kampagne generell professionalisiert, beobachten die Sicherheitsbehörden schon seit einiger Zeit. Die Ausweitung hessischer Gruppen auf das europäische Ausland spielt dabei ihrer Ansicht nach eine wesentliche Rolle. So werden die Korane der „Lies“-Kampagne neuerdings auch in Französisch, Russisch und Serbokroatisch gedruckt.

Geprüft wird derzeit außerdem ein Zusammenhang zwischen der Koran-Aktion und Syrien-Ausreisenden, also jungen Männern und Frauen, die in das Kriegsgebiet reisen und sich dort für den Dschihad ausbilden lassen. Im Internet sind Videos aufgetaucht, die Kämpfer mit Rucksäcken der „Lies“-Kampagne zeigen. Unklar ist derzeit noch, woher die jungen Männer stammen. Rucksäcke gehören ebenso wie T-Shirts, Banner und Plakate zu den bevorzugten Werbeprodukten der Koran-Aktion – wie sie etwa auch an den Bauchläden auf der Zeil zu sehen sind. Diese „Merchandising“-Artikel werden, wie die Korane selbst, mit Spenden aus dem In- und Ausland finanziert.

Es existierten mehrere Gruppen, die sich an der Kampagne beteiligten und die „Der wahren Religion“ zuzurechnen seien, teilte die Behörde dieser Zeitung mit. „Mit der Kampagne sollen Nicht-Muslime und religiös wenig gefestigte Muslime nicht nur an den Islam herangeführt werden, sondern gleichzeitig mit der salafistischen Szene in Kontakt gebracht werden. Ziel ist es, Anhänger für den Salafismus zu rekrutieren und damit diese Form des religiös motivierten Extremismus in Deutschland weiterzuverbreiten“, heißt es vom Landesamt. Die „Lies“-Aktion könne „den ersten Berührungspunkt für Jugendliche zum salafistischen Spektrum darstellen“ und Impulse dafür geben, sich diesem extremistischen Gedankengut weiter zuzuwenden.„

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Diese Artikel sind jedoch nur für die neu, die bisher den Schlaf der Gerechten oder besser gesagt der Gleichgültigen schliefen und sie sind auch nichts weiter, als eine halbherzig hingeworfene Information, denn solange von Seiten der Sicherheitsbehörden wenig oder nichts geschieht, sorgen sie nur für eins, für das Unverständnis und die Sorge ob der Untätigkeit der Politik.

Es steht also zu erwarten, dass sich zwar die Meldungen häufen und die Inhalte brisanter werden, aber es besteht wenig Aussicht auf effektive Maßnahmen und solange ein Herr Wowereit auch nicht begreift, welche Rolle die Gülen-Bewegung spielt, steht zu befürchten, dass der Extremismus weiterhin gedeiht – allerdings der auf allen Seiten.

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