Von der Macht der Machtlosen oder : Wo kein Wille, da kein Weg

Die Bremer Staatsanwaltschaft ermittelt nach SPIEGEL-Informationen gegen vier Salafisten wegen des Verdachts der „Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Straftat“. Die jungen Männer sind in den ersten Monaten des Jahres aus der Hansestadt in Richtung Syrien ausgereist.

Das Bremer Landesamt für Verfassungsschutz warnt in diesem Zusammenhang vor dem als extremistisch eingestuften „Kultur- und Familienverein“, der im Stadtteil Gröpelingen die Masjidu-I-Furqan-Moschee betreibt. Der von den ausgereisten Salafisten frequentierte Verein werbe gezielt junge Leute an. „Oft sind es orientierungslose Jugendliche und Außenseiter, die in der Gröpelinger Moschee Halt finden“, sagt Verfassungsschutzchef Hans-Joachim von Wachter.

Der Verein biete Freizeitaktivitäten wie Fußball und Boxen an. Das mache den Salafismus attraktiv. Wachter: „Die Aktivisten des Moscheenvereins sind sehr gut vernetzt und verhalten sich extrem konspirativ.“

Im März hatten Eltern der nach Syrien gereisten jungen Männer vor der Moschee demonstriert. Sie werfen dem Verein vor, ihre Söhne radikalisiert zu haben. (Quelle)

Der „Kulur- und Familienverein“ dazu auf seiner Webseite:

… In den letzten Wochen gab es jedoch einige Vorkommnisse von privaten Besuchern des Vereins, die durch ihre Taten den Ärger einiger besorgter Personen aufbrachte. So wurde der Verein einigen unbegründeten und nicht nachweisbaren Anschuldigungen ausgesetzt, die jedoch keinen festen Boden haben. Die Taten, die diese Personen gemacht haben, stehen in keiner Beziehung/Verbindung zu unserem Verein. Der Verein hat nie in der Öffentlichkeit oder im Privaten zu den behaupteten Taten aufgerufen, noch motiviert.

Wisse: Für jede Behauptung/Anschuldigung muss es einen Beweis bzw. einer nachweisbaren Begründung geben. Ist dieser Beweis nicht gegeben oder nicht vorhanden, dann ist jene Behauptung eine sinnlose Vermutung, eine Lüge und je nach Grad der Aussage auch eine Nachrede oder eine Verleumdung. Das Prinzip der Beweisbarkeit einer Sache mit ihren Folgen ist ein grundlegendes und naturelles Verständnis, dass sowohl im Islam, aber auch in allen anderen Gesellschaften zufinden ist.

Die Personen, die diese Taten gemacht haben, sind in erster Linie für sich selbst und jener ausgeführten Aktion verantwortlich. Der Kultur- und Familienverein “Masjidu-l-Furqan” steht in keiner Weise damit in Verbindung…“

 

Der Verfassungsschutz bereits 2012 dazu in seinem Bericht 

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Dass Deutschland „freundschaftliche“ Beziehungen zu einem Land (Saudi Arabien) unterhält, das maßgeblich für die Finanzierung derartiger Projekte verantwortlich ist, wird den ein oder anderen verwundern. In Anbetracht des mäßig konsequenten Umgangs mit den als salafistisch und damit verfassungsfeindlich eingestuften Gruppierungen, Vereinen und Personen, könnte man fast von Absicht sprechen –  aber wer will schon glauben, dass unsere Regierung nicht alles tun würde, um dem Amtseid der Kanzlerin zu folgen:

„Ich schwöre, dass ich meine Kraft dem Wohle des deutschen Volkes widmen, seinen Nutzen mehren, Schaden von ihm wenden, das Grundgesetz und die Gesetze des Bundes wahren und verteidigen, meine Pflichten gewissenhaft erfüllen und Gerechtigkeit gegen jedermann üben werde. So wahr mir Gott helfe.“

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Fragen zum Ehrenmord

Im Zusammenhang mit dem kürzlich gesprochenen und umstrittenen Urteil im Falle des Afghanen Isa an seiner schwangeren Ex-Freundin berichteten wir vor einigen Tagen. Da wir wissen, dass diese Thema heiß diskutiert, möchten wir es noch einmal aufgreifen.
Was ist Ehre?

Die türkische Ehre, auf die sich ein Mörder beruft, hat nichts mit der deutschen Ehre zu tun, die einem zuteil wird, wenn man das Bundesverdienstkreuz erhält, hohen Besuch empfängt oder ein Versprechen gibt. Das leicht altertümlich klingende deutsche Wort drückt ein besonders positives, vornehmes, erhebendes Gefühl aus. In der Regel wird die Ehre verdient: Man ehrt einen Wissenschaftler für seine Forschung oder eine Politikerin für ihre Bemühungen um den Frieden.

In der türkisch-islamischen Kultur dagegen wird die namus nicht verdient, sondern verteidigt. Auch Seyran Ateş, eine der profiliertesten deutschen Frauenrechtlerinnen aus der Türkei, weist in ihrem Buch DerMultikulti-Irrtum auf die völlig unterschiedliche Bedeutung hin: „Wer in einem türkischen Zusammenhang namus hört, assoziiert damit zum überwiegenden Teil nicht etwas Positives, sondern eine Last, etwas, was es zu behüten gilt und wofür man bereit ist, sein Leben zu geben, etwas, was man ganz schnell verlieren kann und damit dann auch seine Existenzberechtigung.“ Denn wer seine Ehre nicht verteidigt, wird zum namussuz adam, zum ehrlosen Mann. Das ist „das Schlimmste“, was einem Türken passieren kann.

Die türkische Frau dagegen wird – vor allem, wenn sie jung ist – nicht als eigenständiges Wesen gesehen. Ihre Funktion ist, die Ehre der gesamten Familie zu tragen, inklusive Tanten und Onkel. Daher haben sämtliche Clan-Angehörigen das Recht (und die Pflicht), sich im Namen der Ehrverteidigung konstant in das Leben der Frau einzumischen. So wird die Ehre zu einem Instrument der totalen Kontrolle. Sie fördert Überwachung und Denunziation.

Denn die Ehre des Clans, die die Frau trägt, besteht aus ihrer sexuellen Enthaltsamkeit. Sie muss vor der Ehe Jungfrau sein und nach der Hochzeit treu. Das hört sich zunächst einmal lediglich konservativ an. Doch ein einziges Wort, ein einziger Blick kann die Ehre beschmutzen. Das bedeutet: Ein Vater kann seine Tochter einsperren, weil sie ihr Haare offen trägt oder sich nicht an die allgemeinen Regeln der Familie hält. Ein Ehemann kann seine Frau verprügeln, wenn sie ihm Widerworte gibt oder weil sie den Kassierer im Supermarkt seiner Meinung nach zu lange angeschaut hat. Ein Bruder kann seine Schwester erschießen, weil er glaubt, dass sie zu westlich lebt oder schlicht, weil sie kein Kopftuch tragen will.

Das Bundeskriminalamt bewertet Ehre als Motiv für Gewaltverbrechen so: »Der Fokus der Diskussion über die Motive und kulturellen Hintergründe richtete sich teilweise sehr vordergründig auf den Islam und die Türkei als Herkunftsland der Täter (und Opfer). Bei genauerer Analyse der gesicherten polizeilichen Daten ist allerdings erkennbar, dass wohl eher die auch nach der Migration andauernde starre Verwurzelung in vormodernen agrarischen Wirtschafts- und Sozialstrukturen und damit verbunden ein extrem patriarchalisches Familienverständnis die durchgängige Ursache für das Phänomen der sog. Ehrenmorde darstellen. – Das Verständnis von der Rolle der Frau ist in patriarchalischen Familienstrukturen teilweise mit Unterdrückung und extremer Reglementierung verbunden, wobei das männliche Familienoberhaupt und die männlichen Familienangehörigen sich in der Rolle der Garanten der Familienehre sehen.« Einfach ausgedrückt: Ehre ist nicht Teil der Religion, sondern ein Machtinstrument des Mannes gegen die Frau.

Hier eine Seite, die bekannt gewordene “ Ehrenmorde“ auflistet und weitere Fragen beantworten

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Erdogan – vom hohen Flug und tiefen Fall

Ihr werdet fragen, warum wir uns Erdogan widmen, sind doch die Salafisten unser eigentliches Thema.
Nun, wir denken, dass man im Zusammenhang mit islamischen Extremisten auch die im Auge behalten muss, die solchen Extremisten den Nährboden liefern und zu denen gehört zweifelsfrei ein Recep Tayyip Erdoğan.
Da viele, bei uns lebende Türken im Stillen doch die Türkei als „ihre Heimat“ empfinden, existiert sowohl Interesse als auch Ablehnung oder Zustimmung zum dortigen Geschehen und beides führt bereits in der deutsch-türkischen Comunity zu Auseinandersetzungen, je nachdem, welchem Lager man angehört.Nehmen wir das Ganze also einmal unter die Lupe:
Offenbar ist Erdogan nicht der Saubermann, als der er sich gern präsentiert. Was natürlich erklärt, warum er, ganz eitler Despot, Twitter sperren ließ; was nichts weiter bedeutet, als dass jemand sein Volk reglementieren und damit beherrschen will. Wie groß muss seine Angst sein, nachdem bereits seit Monaten junge Menschen im Land ihren Unmut gegen die geführte Politik zum Ausdruck gebracht haben.
Ein Land, welches vorgibt, der EU beitreten zu wollen, ist durchzogen von Korruption, der Rückkehr in eine islamisch dominierte Gesellschaft und moralischen Fehlverhaltens ihrer Führung.
Meinungs- und Pressefreiheit werden systematisch beschnitten und Befürworter dieser rigiden Politik bei Deutsch-Türken gesucht, indem man ihnen Lügen erzählt. Wer immer sich Erdogan in den Weg stellt, ist ein Feind und wird als solcher behandelt.
Nach Twitter folgte nun Youtube und ebenso ein türkischer, islamkritischer TV -.Sender, der die Wahrheit ans Licht und damit unters Volk bringen könnte. Ob die Aufhebung des Twitterverbotes durch das Verwaltungsgericht von Ankara bestehen bleibt? Wie werden die Menschen auf die umfassenden Verbote reagieren, und wie auf die zunehmende Etablierung des Islam, etwa an Islamschulen, die laut Information für alle kostenlos sein sollen, während andere Schulen kostenpflichtig besucht werden müssen?

Wie man in Deutschland reagiert, kann man bereits im Internet verfolgen: Erdogan-Anhänger jubeln und beschreien bereits , dass der Islam siegen wird, während säkulare Deutsch-Türken all jene unterstützen, die auf dem Tahrir Platz für mehr Freiheit einstehen. Dass dieser Konflikt nicht ohne gesellschaftliche Folgen für unser Land bleibt, ist abzusehen.

Wenn Erdogan nun auch noch Syrien in seinen ganz persönlichen Machtkampf hineinzieht, dann wird dieser Kampf direkt vor unserer Haustür ausgetragen und man darf gespannt sein, welche Konsequenzen unsere Regierung daraus zieht.

In diesem Zusammenhang fragt die AtR zu Recht

Ist Erdogan politisch am Ende?
und analysiert die Lage kurz vor den Wahlen in der Türkei.

„Am kommenden Wochenende werden in der Türkei die Posten der Kommunalpolitiker durch landesweite Wahlen neu besetzt. Viele Beobachter gehen davon aus, dass die Wahlergebnisse auch über die politische Zukunft des türkischen Ministerpräsidenten Recep Tayyip Erdoğan entscheiden werden. Seit Ende letzten Jahres ist Erdoğan immer neuen Vorwürfen ausgesetzt. Dabei geht es neben Korruption, auch um Günstlingswirtschaft bei der Vergabe von staatlichen Großaufträgen und die Kontrolle der Medien.
Unbestritten ist, dass hinter diesen Attacken einflussreiche Interessengruppen stehen, denen Unternehmer, Politiker und in großer Zahl die Anhänger des im amerikanischen Exil lebenden türkischen Predigers Fethullah Gülen angehören. Sie alle sind über Erdogans selbstherrlicher Führungsstil empört und möchte seine politische Karriere so schnell wie möglich beenden. Nicht wenige haben deshalb die Hoffnung, dass die AKP und ihre Kandidaten bei den türkischen Kommunalwahlen am 30. März Einbußen von den Wählern abgestraft werden.“

zum ganzen Artikel hier

Warten wir also ab und malen wir uns doch schon aus, welche Auswirkungen die Wahlergebnisse auf uns haben können, auf die hier lebenden Türken, auf das gemeinsame Miteinander – und hoffen wir das Beste!

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Verbrechen jetzt ganz einfach – mit Religionsrabatt!

 

Das gilt natürlich nicht für Christen, Pastafari, oder andere Religionen – das haben Sie sicher schon vermutet.

Dass man sich in einer religiösen und kulturellen „Zwangslage“ befindet, die einen dazu bringt, einen anderen Menschen zu töten, um seine eigene Ehre zu bewahren, wieder herzustellen oder was auch immer, das trifft natürlich nur auf Muslime zu, völlig egal, ob der Täter volljährig, hier zur Schule gegangen und aufgewachsen ist und zudem noch die deutsche Staatsbürgerschaft hat.

Damit dürften wir nun endgültig bei der „Zweiklassenrechtssprechung“ angelangt sein, und wenn Sie je vorhaben, sich eines ungeliebten Menschen zu entledigen, dann kann man Ihnen nur ans Herz legen, vorher zum Islam zu konvertieren, denn dann können Sie eine eventuelle Haftstrafe erheblich abkürzen.

Statt also importierten Traditionen von denen man uns weismachen möchte, sie entstünden lediglich durch eine Fehlinterpretation der Religion, den Kampf anzusagen und mit drastischen Strafen klar zu machen, dass solcherlei Taten in unserer Gesellschaft keinen Platz haben dürfen, lässt man Milde walten und schiebt – auch hier – als Rechtfertigung eine Religion vor. Im Grunde unterstützt man hier die Meinung religiöser Extremisten, nämlich, das Töten, im Namen einer Religion legitim oder zumindest, wie das Gericht feststellte, keine besonders Schwere Schuld ist.

Was ist eigentlich aus dem Rechtsstaat geworden, den unsere Politik so gerne zitiert?

Zum ganzen Artikel geht es hier

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Schwein oder nicht Schwein…

 

..das ist hier die Frage!
Gehört das Schwein zu Deutschland? Genauso wie der Islam? War es schon immer hier, oder hat es sich unauffällig assimiliert?
Hat das Schwein eine Aufenthaltsgenehmigung oder hat es sich die Liebe der Deutschen heuchlerisch erschlichen, getarnt als Mett oder lecker Wüstchen.

Wenn das Thema nicht so hanebüchen wäre, man könnte darüber herzhaft lachen. Aber wir müssen darüber nachdenken, das uns lieb gewordene Borstentier mit Messer und Gabel zu verteidigen, damit die arme Sau nicht eines Tages nur noch im Zoo zu bewundern ist, geschützt durch Sicherheitsglas vor gierigen Grilljunkies und Eisbeinfreaks.
Nach Meinung einiger Kölner Muslime ist es bereits eine Beleidigung, wenn sie das rosa Borstenvieh nur sehen müssen, selbst wenn es reinlich, da aus Pappmaché ist.
Schweinefleisch ist sowohl für Juden als auch für Muslime tabu. In beiden Religionen ist dieses Speiseverbot schriftlich fixiert.
Im Koran heißt es dazu: „Verboten hat Er euch nur (den Genuss von) natürlich Verendetem, Blut, Schweinefleisch und dem, worüber etwas anderes als Allah angerufen worden ist.“
Außerdem gilt Schweinefleisch als „haram“, also als unrein, da sich die Tiere in Schlamm und Dreck wälzen.

Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass auch Kalb und Schaf selten nach Eau de Cologne duften (auch nicht in Köln) und das Fell mit Exkrementen vor Insekten schützen. Aber das nur am Rande…

Allein der Anblick eines Schwein berechtigt diese Muslime also ihrer Meinung nach dazu, die Scheiben der Fleischerei zu bespucken, den Inhaber zu beleidigen und ihm zu drohen. Man kann sich vorstellen, wie dieser Mann sich fühlt, der vielleicht schon seit Jahrzehnten das Schwein als ganz normalen Bestandteil seiner Metzgerskunst verstanden hat – was an sich völlig normal ist.
Nein, scheinbar ist in NRW so manches nicht mehr normal und auch die Aussage der DITIB zu derartigen Vorfällen ist mehr als überflüssig:

Murat Kayman, Vorstandsmitglied der DITIB, : „Diese Jugendlichen haben es offenbar nicht gelernt, dass man andere Menschen nicht tätlich beleidigen darf. Das ist eine – um im Bild zu bleiben – »Schweinerei«.“ Auch wenn es Muslimen verboten sei, Schweinefleisch zu essen, so ändere dies nichts daran, dass das Schwein eine „Kreatur Gottes und Teil der göttlichen Schöpfung ist“.

Offensichtlich sieht er, wie so viele andere, das Verhalten einer Anzahl von Muslimen als „jugendlich schlechtes Benehmen“, welches sich eben einfach nicht gehöre. Die ständig zunehmenden religiös motivierten Angriffe auf andere werden schlichtweg negiert oder kleingeredet.
Nein, es geht hier nicht um das Schwein an sich, das Schwein ist auch in diesem Fall nichts anderes als der zu kurze Rock eines jungen Mädchens, die Kippa eines Juden, der zu lang andauernde Blick eines Nichtmuslimen, das schwule Paar, der verwunderte Blick eines Fremden auf eine Burka – die „Provokation“ derer sich viele junge Muslime ständig ausgeliefert zu sein scheinen, lauert überall.
Es geht hier schon längst nicht mehr nur um Beleidigung von jungen Menschen, die eben im Testosteronrausch ab und an ihre gute Erziehung vergessen. Was wir hier erleben ist gezielt geplante Provokation, überhebliches Zurschaustellen eigener (gefühlter) Überlegenheit, bewusste Abgrenzung und Verachtung einer Kultur, in der diese jungen Menschen aufgewachsen sind.

Und so sagen wir, anstelle des Bundespräsidenten:

Das Schwein gehört zu Deutschland, samt Sauerkraut und Kartoffeln, und wem das nicht passt, der mag dahin wandern, wo gebratene Tauben von den Bäumen fallen und das Wort Schlachten einen mitunter unschönen Beigeschmack haben kann.

(Quelle)

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Deutschland von Sinnen- Buchempfehlung

Auf Facebook gesperrt; von Dummköpfen beleidigt und bedroht…und doch lässt er sich nicht bremsen.
Wer Akif Princci kennt, der weiß um seinen, oft grenzwertigen aber doch ehrlichen Sarkasmus und sein Geschick, genau das auf den Punkt zu bringen, was viele aufregt. Seine Bücher sind kurzweilige Lektüre, denen es nicht an Tiefgang mangelt. Viele kennen und lieben den Katzendetelktiv Felidae .
Um etwas ganz anderes geht es in seinem neuen Buch

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Deutschland, deine Feinde …

Muß sich Deutschland noch vor Feinden fürchten, wenn nicht einmal die Deutschen seine Freunde sind? Akif Pirinçci rechnet ab mit Gutmenschen und vaterlandslosen Gesellen, die von Familie und Heimat nichts wissen wollen, mit einer verwirrten Öffentlichkeit, die jede sexuelle Abseitigkeit vergottet, mit Feminismus und Gender Mainstreaming, mit dem sich immer aggressiver ausbreitenden Islam und seinen deutschen Unterstützern, mit Funktionären und Politikern, die unsere Steuern wie Spielgeld verbrennen. Der in Istanbul geborene Bestsellerautor hat sein erstes Sachbuch geschrieben, einen furiosen, aufrüttelnden und brachialen Wutausbruch. Mit heiligem Zorn bekämpft er eine korrupte, politisch korrekte Kaste, die nur ihre eigenen Interessen verfolgt. „Deutschland von Sinnen“ ist geschmiedet aus reinem Zorn, ein mutiges Unikat, das seinesgleichen sucht. Es ist der Aufschrei eines Rufers in der Wüste, der sein geliebtes Mutterland am Abgrund sieht. Vielleicht ist es das letzte Buch seiner Art, denn das meinungspolitische Zwangskorsett wird täglich enger.

 

Die Süddeutsche Zeitung dazu:
„Das ist kein Buch. Das ist eine Schlägerei. Pirinçci prangert keine Missstände an, wie es gerne heißt. Der Mann spuckt, beleidigt und boxt sich seinen Weg durch die deutsche Gegenwart, dass Thilo Sarrazin dagegen so kontrovers wirkt wie Graf Zahl aus der Sesamstraße..“

 

Erhältlich hier

Türkische Lage weiterhin problematisch

Weil die Situation in der Türkei auch Deutschland betrifft, denn immerhin leben in unserem Land rund 3 Millionen türkischstämmiger Menschen von denen nicht wenige Erdogan die Stange halten und seine Politik befürworten, hier ein Gastbeitrag von J.P. Fuß zur aktuellen Lage


„Die Lage in der Türkei ist äußerst fatal. Der wirtschaftliche Aufschwung der letzten Dekade, kann nicht über die grundlegenden Probleme dieses Volkes hinwegtäuschen. Die traditionell sehr ungleiche Einkommens- und Vermögensverteilung in der Türkei hat sich massiv verschärft.

– Das seit jeher niedrige Bildungsniveau der überwiegenden Bevölkerungsteile konnte bisher nur partiell angehoben werden und ist immer noch in erster Linie eine Frage des Geldes.

– Die traditionell patriarchalischen Verhaltensmuster mit einer massiven Überbewertung der Männer, sowie familiärer und verwandtschaftlicher Netzwerke bedeutet für einen Großteil der Menschen lebenslange Abhängigkeiten.

– Unterstützt werden diese Verhaltensmuster durch eine Religion, die sich bisher kaum aus den Fesseln ihrer mehr als 1.000 Jahre alten Denkmuster hat lösen können (auch wenn es einige wenige reformbereite Denker geben mag).

– Last but not least: eine politische Vergangenheit, in der Demokratie, intellektuelle Auseinandersetzung mit Problemen und Gegnern sowie die Suche von tragfähigen Kompromissen im Grunde fehlen bis heute.

TÜRKISCHE ALTERNATIVEN: TEUFEL, BELZEBUB ODER DÄMONEN

So stellt sich dem Beobachter, der die Lage in der Türkei mit der notwendigen Distanz betrachtet, grob strukturiert als ein Dreieck dar, das durch drei Macht-/Interessen-Blöcke gebildet wird:

– Eine Seite dieses Dreiecks bildet der islamreligiös-nationalistische und machtgierige Premierminister Recep Tayyip Erdoğan mit „seiner AKP“. Mittlerweile wird deutlich, dass für ihn Demokratie, Presse- und Meinungsfreiheit aber auch freies Unternehmertum nur tolerierbar sind, wenn sie seine Pläne nicht stören.

– Massiven Widerstand erfährt Erdoğan seit mindestens zwei Jahren von einer nicht weniger islamreligiös-nationalistischen Gruppierung, die sich aus dem weltweit agierenden Netzwerk des türkischen Predigers Fethullah Gülen rekrutiert und die zweite Seite des Dreiecks bildet. Bemerkenswert ist aber, dass Gülen selber seit 1999 sein Netzwerk aus einem sicheren Exil in den USA steuert, wobei er nicht müde wird, diese massive Einflussnahme regelmäßig zu dementieren. Wie weit deren Demokratieverständnis reicht, bleibt abzuwarten. Es sollte aber nicht überraschen, wenn bei den „Gülenisten“ (so die Bezeichnung für die mehr als eine Million Anhänger Gülens) Demokratie da aufhören wird, wo sie nicht im Einklang mit dem Koran steht.

– Trotz der gerade in der letzten Zeit offen ausgetragenen Auseinandersetzungen zwischen diesen beiden Gruppen darf nicht übersehen werden, dass es auch weiterhin einen dritten Machtblock gibt. Die türkischen Traditionalisten, die sich auf den Gründer der Republik Kemal Mustafa Atatürk und seine Prinzipien berufen und langer Zeit vom türkischen Militär massiv gestützt wurden. Auch hier ist offen, wo Demokratie nach dem Verständnis der Kemalisten enden wird. In der Vergangenheit war klar, Demokratie muss dort aufhören, wo die Prinzipien Atatürks gefährdet sein könnten.“

Anlalyse von J.P. Fuß

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