Wieviele Feiertage hätten Sie denn gern?

Wie wir alle wissen, besteht die muslimische Gemeinschaft nicht nur aus Türken, sondern setzt sich aus Menschen verschiedenster Herkunftsländer zusammen, die außerdem auch verschiedenen Glaubensrichtungen des Islam folgen.
Und dennoch maßen sich immer wieder gern islamische Vereine an, für alle Muslime sprechen zu müssen. So auch im jüngsten Fall:

Herr Kenan Kolat, Bundesvorsitzender der Türkischen Gemeinde in Deutschland, mit deutscher und türkischer Staatsbürgerschaft, fordert einen islamischen Feiertag, ähnlich dem christlichen Osterfest – heißt, bezahlter Feiertag für alle Muslime.

Zu Herrn Kolat sei übrigens noch erwähnt, dass er Mitglied der SPD ist, und verheiratet mit Dilek Kolat, Senatorin für Arbeit, Integration und Frauen des Landes Berlin.

Der ein oder andere wird bei dieser Konstellation sicher die Stirn runzeln.

Nun also äußerte eben dieser „Vertreter der Muslime“ Muslime wünschten sich einen flächendeckenden islamischen Feiertag für alle.

Nun ist es ja nicht so, dass Muslime ihre Feiertage nicht begehen dürfen – nur ist es eben ihr ganz privates Vergnügen, dem sie notfalls einen oder mehrere Urlaubstage opfern müssen , was allerdings nichts mit dem Opferfest zu tun hat. Man könnte also meinen, es wäre nur recht und billig, den Muslimen diesen bezahlten Feiertag einzuräumen, vielleicht später auch noch einige mehr oder gar den ganzen Ramadan, denn schließlich garantieren wir ja die Religionsfreiheit und was für den einen Recht ist muss für den anderen billig sein.

Jedoch lassen sich offensichtlich nicht alle Muslime auf den Vorstoß des Herrn Kolat ein und er löst sogar bei nicht wenigen kritische Reaktionen aus. Sie reichen von Stilkritik bis hin zu grundlegender Ablehnung.

Viel zu forsch, viel zu undiplomatisch bei einem derart heiklen Thema, davon zeigt sich Turgut Yürksel, der als Vertreter säkularer Muslime in der deutschen Islamkonferenz bekannt, ist, überzeugt: „Man muss mit dem Thema sensibel umgehen. Es reicht nicht, wenn man es parolenmäßig in die Öffentlichkeit einbringt“

Neben den säkularen Muslimen äußern sich auf Vertreter von Parteien kritisch, wie die AFD:

„Christliche Feiertage wie Weihnachten und Ostern sind „Ausdruck einer langen Kulturtradition und haben sich damit ein Stück weit auch von ihren christlichen Wurzeln entfernt“. Sie seien „Ausdruck eines Gemeinschaftserlebnisses auch für Nichtchristen oder Agnostiker“. Ein nicht in der Mehrheitsgesellschaft und ihren Traditionen verankerter Feiertag „spaltet die Gesellschaft eher und isoliert auch jene, die ihn fordern“, so Gauland. Außerdem würde es die Gesellschaft überfordern, für die unterschiedlichen Einwanderergruppen jeweils eigene Feiertage einzuführen. Schließlich lebten auch viele Osteuropäer, Südeuropäer und Asiaten in Deutschland.

Quelle: Islamische Zeitung)

Ismail Tipi (Muslim und hessischer Landtagsabgeordneter) sagte dazu ebenfalls:


„Ein gesetzlicher, muslimischer Feiertag ist nicht notwendig! ch glaube nicht, dass ein solcher Feiertag zu den wichtigen Themen gehört, die auf der kommenden Islamkonferenz besprochen werden sollten. Ich halte das für reinen Populismus, der seit ein, zwei Jahren in schöner Regelmäßigkeit vom Bundesvorsitzenden der türkischen Gemeinde in Deutschland gefordert wird. Ich halte das nicht für zielführend.“
Vielmehr gebe es wesentlich dringendere Baustellen, welche die Islamkonferenz bearbeiten sollte, so der CDU-Abgeordnete aus Hessen und verwies vor allem auf die zunehmende Radikalisierung junger Männer mit und ohne Migrationshintergrund durch Hassprediger wie Pierre Vogel.

 

(Quelle )

Spinnen wir den Faden doch einmal weiter und überlegen, welche Folgen ein solcher Feiertag haben könnte: 

Es ist so, dass zwar jeder Muslim an den gesetzlich verankerten Feiertagen frei hat und dies auch bezahlt bekommt, obwohl die christlichen Ursprungs sind. Daran nimmt niemand Anstoß, es ist Normalität und das ist auch richtig so. Ein eingeführter islamischer Feiertag bliebe jedoch ausschließlich den Muslimen vorbehalten, muss jedoch ebenso finanziert werden. Von der Finanzierung abgesehen, diente ein solcher Feiertag wohl weder der Integration und einem Gemeinschaftsgefühl, sondern würde eben die Gesellschaft noch mehr spalten, als es in den letzten Jahren schon zu spüren ist.

Es ist offensichtlich, dass sich die Mehrheit der Gesellschaft trotz aller Toleranz und allem Verständnis für andere Kulturen doch mehr an althergebrachten Traditionen festhalten möchte und nicht bereit ist, diese gegen Traditionen aus dem Morgenland einzutauschen.

Es ist längst so, dass die Feiertage, die auf den christlichen Glauben beruhen, zu Feiertagen der Gesellschaft geworden sind, völlig unabhängig von Religionszugehörigkeit oder Ethnie. So sollten auch die hier geborenen Muslime in der Lage sein, diese gemeinsam mit dem Rest der Gesellschaft zu begehen, als Familienfeier, als besinnliche Zeit oder einfach einer Zeit zur Erholung.

 

Herr Kolat leistet all jenen Muslimen Vorschub, die diese, unserer Gesellschaft zugehörigen, Traditionen verhöhnen, die ihre „Geschwister“ dazu aufrufen, diese Tage nicht mit Christen oder Ungläubigen zu verbringen, denen Integration nichts bedeutet und die sich nur dann auf unsere Demokratie und ihre Gesetze berufen, wenn sie sie für ihre Zwecke benutzen können.

 

Dass Herr de Maiziere der Meinung ist, er könne sich die Einführung eines muslimischen Feiertages vorstellen , zeugt nur davon, dass er nicht verstanden hat, worauf dies abzielt – nämlich auf eine weitere Absplitterung der Muslime von dieser Gesellschaft.

Wenn das sein Ziel ist, dann sollte er das klar und eindeutig formulieren.

Vielleicht sollte man sich statt mit den so genannten Vertretern der Muslime mit diesen selbst austauschen, denn nicht alle fühlen sich in ihrem Sinne vertreten und empfinden die Vorgehensweise dieser Verbände als ungewollte Einmischung.
Vielleicht sollte Herr de Maiziere auch einmal teilnehmen an der kritischen Islamkonferenz um wirklich zu hören, wo die Gefahren für die Gesellschaft lauern?

Man wünscht sich auf jeden Fall mehr kritischen Umgang mit so einigen islamischen Verbänden und Organisationen in diesem Land.

 

Ach…und bevor ich es vergessen, ich bin dafür, dass wir auch noch einen konfessionsunabhängigen zusätzlichen Feiertag einführen, an dem wir alle gemeinsam teilhaben können….

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